Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/linux-distributionen-fedora-18-erhaelt-neuen-paketmanager-1206-92626.html    Veröffentlicht: 19.06.2012 17:55    Kurz-URL: https://glm.io/92626

Linux-Distributionen

Fedora 18 erhält neuen Paketmanager

Das Fedora-Team hat weitere Details zu den Neuerungen in Fedora 18 bekanntgegeben. Demnach soll die nächste Fedora-Version einen neuen Paketmanager erhalten. Die Linux-Distribution soll Anfang November 2012 erscheinen.

Fedora 18 alias Spherical Cow erhält den neuen Paketmanager DNF. Das hat das Fedora Engineering and Steering Committee, kurz FESCo, beschlossen. Außerdem hat das FESCo weitere Funktionen abgesegnet, die in Spherical Cow Einzug halten, darunter Erweiterungen für die Programmiersprache Clojure sowie eine einfachere erstmalige Konfiguration.

Paketmanager DNF

Der neue Paketmanager erhält den Namen DNF und ist ein Fork des bisherigen Paketmanagers Yum in Version 3.4. Als Backend verwendet DNF die Bibliothek Libsolv, die unter anderem GPG und Checksummen unterstützt sowie Paketkonflikte auflöst. DNF soll weniger Platten- und Arbeitsspeicher verbrauchen und insgesamt effizienter arbeiten als Yum. Außerdem wird DNF Entscheidungen mit SAT auflösen, das somit auch in RPM-Paketen verwendet werden kann.

Konfigurationsassistent

Unter dem Namen "Initial Experience" soll erstmaligen Anwendern die Basiskonfiguration leicht gemacht werden. Dazu wird es eine Applikation geben, die Systemzeit setzt, eine Netzwerkverbindung herstellt und bei der Einrichtung von lokalen und entfernen Konten, etwa bei Gmail, assistiert. Der Assistent wird beim ersten Start den Login-Bildschirm ersetzen und deshalb auf Basis von Gnome 3.6 in den Gnome Display Manager integriert.

Neben neuen Paketen für die Programmiersprache Clojure soll Fedora 18 auch das GCC-Plugin Dragonegg für LLVM enthalten. Zudem sollen noch weitere Sysvinit-Skripte nach Systemd portiert werden.

Umstrittene Signatur

Zu den bisher beschlossenen Funktionen in Fedora 18 gehört unter anderem ein von Microsoft signierter Bootloader, der die Installation von Fedora auf Systemen mit aktiviertem UEFI-Secure-Boot erlaubt. Diese von Red Hat abgesegnete Lösung hat für einige Diskussion gesorgt.

Außerdem soll verstärkt für die ARM-Plattform entwickelt werden, der Networkmanager soll Hotspots unterstützen und die Paketgruppen sollen reorganisiert werden.

Laut aktuellem Terminkalender soll am 28. August eine Alpha und am 2. Oktober eine Beta veröffentlicht werden. Der Termin für die finale Version ist für den 6. November 2012 geplant.  (jt)


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