Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/internet-explorer-exploit-code-fuer-gefaehrliches-sicherheitsloch-veroeffentlicht-1206-92582.html    Veröffentlicht: 18.06.2012 10:33    Kurz-URL: https://glm.io/92582

Internet Explorer

Exploit-Code für gefährliches Sicherheitsloch veröffentlicht

Im Internet ist Exploit-Code für das gefährliche Sicherheitsloch im Internet Explorer veröffentlicht worden. Damit könnten sich die Attacken darüber weiter intensivieren.

Auf Metasploit.com ist Exploit-Code veröffentlicht worden, mit dem sich ein gefährliches Sicherheitsloch im Internet Explorer ausnutzen lässt. Am Patchday in diesem Monat hat Microsoft einen sogenannten Fixit veröffentlicht, um Attacken auf dieses Sicherheitsloch unmöglich zu machen. Ein vollständiger Patch zur Beseitigung der Sicherheitslücke existiert bisher nicht und es gibt derzeit keine Informationen dazu, wann ein regulärer Patch erscheinen wird.

Kommt ein Patch erst in drei Wochen?

Der nächste reguläre Patchday von Microsoft ist am 10. Juli 2012. Falls Microsoft sich dagegen entscheidet, einen außerplanmäßigen Patch zu veröffentlichen, müssen Kunden also noch mindestens drei Wochen warten, bis das Sicherheitsloch korrekt geschlossen wird.

Das eigentliche Sicherheitsleck steckt in den XML Core Services 3.0, 4.0, 5.0 und 6.0, die vom Internet Explorer und von Microsofts Office-Paket verwendet werden. Der veröffentlichte Exploit-Code soll auf Systemen mit Windows XP mit Service Pack 3, XML Core Services 3.0 sowie dem Internet Explorer 6 oder 7 funktionieren. Im Zuge dessen würde es genügen, mit einem der genannten Browser eine entsprechend manipulierte Webseite zu öffnen, um Opfer eines Angriffs zu werden.

Auch Angriffe über Office-Dateien möglich

Das Sicherheitsloch ermöglicht prinzipiell Angriffe auf einem weiteren Weg: über präparierte Office-Dateien. Das Opfer muss lediglich zum Öffnen der betreffenden Datei verleitet werden. Bereits vor der Veröffentlichung des Exploit-Codes sei das Sicherheitsloch ausgenutzt worden, erklärte Microsoft in der vergangenen Woche. Es wurde von Google entdeckt und nach dessen Angaben am 30. Mai 2012 an Microsoft gemeldet.  (ip)


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