Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/facebook-werbung-bei-uns-lohnt-sich-doch-1206-92493.html    Veröffentlicht: 13.06.2012 11:30    Kurz-URL: https://glm.io/92493

Facebook

Werbung bei uns lohnt sich doch!

Facebook versucht mit einer Comscore-Studie zu beweisen, dass Werbung in dem sozialen Netzwerk erfolgreich ist. General Motors hatte entschieden, keine Werbung mehr bei Facebook zu schalten, weil die Anzeigen nicht effizient genug seien. Starbucks sei dagegen erfolgreich gewesen.

Facebook hat am ersten Tag nach dem Ende der Verschwiegenheitsperiode nach dem Börsengang sein Anzeigengeschäftsmodell verteidigt. Das berichtet die britische Financial Times. Dabei berief sich Facebook auf eine Studie von Comscore, nach der eine Starbucks-Werbekampagne bei Facebook erfolgreicher sei als in anderen Onlinemedien.

"Es ist eine Art Mythos, dass wir erst jetzt versuchen herauszufinden, ob sich Anzeigen bei uns lohnen. Wir haben großes Vertrauen in den Return of Investment, den Anzeigen generieren", sagte Brad Smallwood, Head of Measurement bei Facebook.

General Motors, einer der größten Werbetreibenden in den USA, kündigte kurz vor Facebooks Börsengang an, keine Werbung mehr bei dem sozialen Netzwerk zu schalten. Die Anzeigen seien nicht effizient genug.

Werbetreibende hatten zudem kritisiert, dass Facebook keine Tracking-Tools von Drittherstellern zulasse, um den Erfolg von Kampagnen zu messen. Deswegen hatte Facebook Partnerschaften mit Comscore, Nielsen und Kantar Media entwickelt, um Werbetreibenden verlässliche Daten zu liefern. "Sie wollen nicht, dass wir das selbst messen. Sie wollen, dass sie die Systeme von Drittherstellern nutzen können", erklärte Smallwood.

Laut Angaben der Studie seien Menschen und deren Freunde, die bei Facebook Fans der Caféhauskette Starbucks waren, empfänglich für Anzeigen der Marke gewesen. Vier Wochen nach der Werbung hätten sie ihre Einkaufshäufigkeit bei Starbucks um 38 Prozent gesteigert. Bei Facebook-Fans des US-Einzelhändlers Target und deren Freunden hätte eine Kampagne die Einkäufe um 21 Prozent gesteigert. Unklar blieb allerdings der Inhalt der Werbekampagnen und ob es sich um Werbung mit Einkaufsgutscheinen gehandelt hat.  (asa)


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