Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/downloads-immer-mehr-umsatz-aus-legalen-onlineplattformen-1206-92358.html    Veröffentlicht: 06.06.2012 19:47    Kurz-URL: https://glm.io/92358

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Immer mehr Umsatz aus legalen Onlineplattformen

Die deutsche Videobranche kann die Einnahmen aus dem digitalen Verkauf und Verleih von Filmen stark steigern. Der Verleihmarkt konnte nach Jahren ständigen Abschwungs so erstmals wieder zulegen.

Im ersten Quartal 2012 sind bereits 22 Millionen Euro Umsatz aus dem digitalen Verkauf und Verleih von Filmen erwirtschaftet worden. Der stellvertretende Geschäftsführer des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien (BVV), Oliver Trettin, sagte: "Wir erwarten in diesem Jahr erstmalig einen Onlineumsatz von mehr als 100 Millionen Euro." Wer auf der Suche nach legalen Angeboten sei, könne unter nunmehr über 30 legalen Plattformen auswählen.

Laut Daten der GfK Panel Services Deutschland hat der deutsche Videomarkt das hohe Umsatzniveau der Vorjahre fast halten können. Mit einem Gesamtumsatz von 382 Millionen Euro aus dem Verkauf und der Vermietung von filmischen Inhalten im ersten Quartal 2012 lag das Ergebnis leicht unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 384 Millionen Euro. Im Jahr 2011 hatte der BVV vom zweithöchsten Ergebnis gesprochen, das die Branche bisher ausweisen konnte.

Der Videokaufmarkt zeigte mit einem Umsatz von 312 Millionen Euro nach 314 Millionen Euro 2011 einen leichten Umsatzrückgang. Der Verleihmarkt konnte nach Jahren ständigen Abschwungs mit 71 Millionen Euro um 1 Million Euro zulegen.

Der Verkaufsmarktumsatz wurde zu 74 Prozent durch den Absatz von DVDs generiert, so die Angaben. Zu 26 Prozent haben die Blu-ray-Disc und Blu-ray-3D beigetragen: ein Zuwachs um 29 Prozent, nach 55 Millionen Euro im Vorjahr. Die Onlineverkäufe erbrachten 11 Millionen Euro und damit 57 Prozent mehr als im Vorjahr.

Um 50 Prozent, von 8 Millionen Euro auf 12 Millionen Euro, stieg der Verleih mit Video on Demand.

"Die Schutzbehauptung einiger Politiker und vieler Konsumenten, es stünden keine geeigneten Geschäftsmodelle zur Verfügung, kann schon lange nicht mehr als Ausrede herhalten", sagte Trettin.  (asa)


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