Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/star-wars-1313-sternenkrieg-fuer-erwachsene-1206-92328.html    Veröffentlicht: 06.06.2012 08:34    Kurz-URL: https://glm.io/92328

Star Wars 1313

Sternenkrieg für Erwachsene

Keine Lichtschwerter, keine Macht und keine lustig zwitschernden Roboter: Lucas Arts arbeitet mit Star Wars 1313 an einem Sternenkrieg der anderen Art. Statt um Jedis oder Sith dreht sich die Handlung um Kopfgeldjäger.

"Mit 1313 machen wir das erste Star-Wars-Spiel für ein wirklich erwachsenes Publikum", sagt Matt Snell von Lucas Arts auf der E3. Es soll das erste Sternenkriegsabenteuer werden, bei dem die bisher oft im Schatten stehenden Kopfgeldjäger mal in den Mittelpunkt rücken. Bei Lucas Arts hört man angeblich schon seit Jahren die Bitte der Fans, sich intensiver um Figuren wie Bobba Fett zu kümmern - jetzt ist es so weit. "Das Schöne ist, dass die Bounty Hunter so viele technische Gerätschaften verwenden, mit denen man im Spiel richtig viel anfangen kann." Die Handlung dreht sich um eine interstellare Verschwörung, über die die Entwickler noch nicht allzu viel verraten wollten.

Der Titel bezieht sich auf die tieferen Ebenen des Planeten Coruscant, von denen die gefährlichste den Namen 1313 trägt. Im Rahmen der E3 2012 hat Lucas Arts gezeigt, wie die Hauptfigur und ein Kumpel dorthin gelangen: durch eine riesige, schier unendlich wirkende senkrechte Röhre. Die beiden lassen ihr Raumschiff in den Schacht hineinsinken, als es zu einem Angriff kommt: Ein Trupp feindlicher Roboterkrieger im eigenen Schiff nähert sich, schießt ein Drahtseil rüber zum Spieler und bläst dann zum Entern. Es entspinnt sich eine wilde Schießerei, bei der Deckung eine offenbar größere Rolle spielt. Und anschließend zerstört der computergesteuerte Kumpel das feindliche Schiff, indem er eine seiner eigenen Rettungskapseln als Torpedo verwendet.

Was dabei spielbar war und was als Zwischensequenz abläuft, war bei der Demo auf der E3 nicht immer zu erkennen, weil die Übergänge fließend waren und grafische Unterschiede nicht feststellbar. Lucas Arts arbeitet in vielen Bereichen mit den Spezialeffekteexperten von Industrial Light & Magic zusammen, die etwa ein verbessertes System zum Motioncapturing zur Verfügung gestellt haben. Das nimmt bei den Schauspielern mit zwei fast direkt vor dem Gesicht angebrachten Kameras selbst minimale Änderungen der Mimik wahr und erlaubt es, sie dann auch im Spiel zu verwenden - die Ergebnisse waren in der präsentierten PC-Version beeindruckend. Offiziell hat Lucas Arts noch nichts zu den anvisierten Plattformen gesagt, aber eine Veröffentlichung auch auf Konsole ist ziemlich wahrscheinlich. Informationen zum Erscheinungstermin liegen ebenfalls nicht vor.  (ps)


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