Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/maschiennlesbar-science-fiction-autorin-fordert-barcode-fuer-menschen-1205-92000.html    Veröffentlicht: 23.05.2012 12:11    Kurz-URL: https://glm.io/92000

Maschinenlesbar

Science-Fiction-Autorin fordert Barcode für Menschen

Jeder Mensch sollte einen Chip oder einen Barcode bekommen, so die provokante These der US-Autorin Elizabeth Moon. Das soll die Tötung von Zivilisten im Krieg vermeiden helfen - oder ermöglichen, Soldaten zu identifizieren, die auf Zivilisten geschossen haben.

Ginge es nach Elizabeth Moon, würden wir künftig alle eine maschinenlesbare Identifikation bekommen: Jeder Mensch sollte einen Barcode tätowiert oder einen Chip implantiert bekommen, sagt die Science-Fiction-Autorin aus den USA.

Moon hat diese provokante These in einer BBC-Sendung zum Thema Krieg der Zukunft aufgestellt. Sie glaubt, so ließen sich in einem Krieg zivile Opfer vermeiden.

Über einen Chip oder einen Barcode lasse sich ein Mensch schnell identifizieren: einfach einen Scanner auf ihn richten, und schon sind die Informationen abrufbar, argumentierte Moon. Im Krieg habe das Vorteile. So könnten Soldaten Kombattanten von Zivilisten unterscheiden und diese schonen - oder, falls nicht, dafür zur Verantwortung gezogen werden.

"Das würde Fehler bei der Identität vermeiden, Fehler, die zum Tod von Unbeteiligten führen können", sagte Moon. Die Waffen würden dann aufzeichnen, wer mit welcher Munition auf welche Ziele gefeuert hat. Das wiederum würde dazu führen, dass die Handlungen von Soldaten im Feld nachvollziehbar würden.

"Anonymität wäre ebenso unmöglich wie eine Verwechslung. Das macht es einfacher, die Verantwortung genau festzustellen, nicht nur im Krieg, sondern auch in zivilen Situationen weit weg vom Krieg", resümierte die Autorin, die früher selbst als US-Marineinfanteristin diente.

In der BBC-Radiosendung Forum diskutieren mehrere Experten zu einem Thema, und jeder erhält 60 Sekunden, um eine These auszuformulieren.  (wp)


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