Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/gedaempfte-erwartungen-google-brille-mit-reduziertem-interface-1205-91845.html    Veröffentlicht: 16.05.2012 11:30    Kurz-URL: https://glm.io/91845

Gedämpfte Erwartungen

Google-Brille mit reduziertem Interface

Googles Brillen der ersten Generation werden nur ein einfaches, aber dafür ein unaufdringliches Interface bieten. Von dem Konzeptvideo, das Google veröffentlicht hat und das sich um Augmented Reality dreht, sind sie damit noch weit entfernt.

Ausprobieren dürfen sie bisher nur wenige: die Datenbrille aus Googles Project Glass. Gedanken haben sich trotzdem schon viele über das Interface und mögliche Auswirkungen auf das tägliche Leben gemacht. Googles Zukunftsvision für die Brille ist in einem Video namens "One Day" (auf Deutsch etwa: "Eines Tages") zu sehen - und oft veralbert worden.

Doch wie Cnet von einem Google-Sprecher erfahren hat, setzt Google derzeit eher auf ein sehr reduziertes Interface. Es werde nichts mitten ins Sehfeld eingeblendet, sondern die Projektion bleibe am oberen Rand - so ähnlich wie bei einem Regenschirm, den man so trägt, dass er nicht den Blick auf die Straße versperrt, der aber dennoch am Rand des Blickfelds zu sehen ist.

Zumindest die erste Generation von Google-Brillen wird demnach keine echten Augmented-Reality-Überblendungen ins Sichtfeld bieten, keine Echtzeit-Infografiken über reale Objekte legen können. Stattdessen setzt Google auf Reduktion, auf eine dezente und unaufdringliche Informationsdarstellung.

Wie der Funktionsumfang und die Bedienoberfläche letztlich aussehen werden, ist aber noch offen, wie Cnet von einem Google-Sprecher erfuhr. Es seien jedoch die einfachen Interaktionen, die die Menschen am meisten beeindruckten.

Eine davon dürfte das Knipsen und Verschicken von Fotos sein, die mit der Kamera in der Google-Brille geknipst werden können. Google-Glass-Projektleiter Sebastian Thrun veröffentlichte bereits ein entsprechendes Foto, auf dem aus seiner Perspektive zu sehen ist, wie er seinen Sohn durch die Luft wirbelt.

Die Steuerung der Google-Brille, die über ein Android-Handy online geht, erfolgt mit Hilfe von Spracheingaben. Für die Entwicklung ist das unternehmenseigene Forschungslabor Google X verantwortlich.  (ck)


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