Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/diablo-3-shoppingcenter-statt-sanktuario-1205-91805.html    Veröffentlicht: 15.05.2012 10:01    Kurz-URL: https://glm.io/91805

Diablo 3

Shoppingcenter statt Sanktuario

Bei Amazon.de ist Diablo 3 ausverkauft, aber der Höllenfürst hatte beim Mitternachtsverkauf natürlich genug Exemplare für seine Jünger. Die können sich über einigermaßen funktionierende Server freuen. Spieler in Korea haben den Endgegner sogar schon besiegt.

"Fehler 37" flößt Fans von Diablo 3 derzeit wahrscheinlich noch etwas mehr Furcht ein als der Höllenfürst selbst. Mit der Fehlermeldung zeigt der Client des Actionrollenspiels an, dass seine Server überlastet sind. Sprich: Warten ist angesagt. Ab der Freischaltung um Mitternacht gelang in der Redaktion von Golem.de bis etwa 2 Uhr morgens so gut wie kein Login. "Aufgrund einer hohen Anzahl von gleichzeitig angemeldeten Spielern sind die Login-Server derzeit ausgelastet. Dies kann zu Verzögerungen beim Anmeldeprozess, auf den Accountseiten und bei den Webdiensten führen", bestätigte Blizzard die Probleme im Forum.

Im Laufe der Nacht wurde die Lage spürbar besser. Inzwischen (Stand: Dienstagvormittag) scheint das Login ohne größere Probleme möglich zu sein, allerdings mussten wir bei mehrmaligen Versuchen teils ein oder zwei Minuten warten, bis es losging. Gelegentlich erfolgte die Verbindung zu Blizzard aber auch umgehend. Es ist damit zu rechnen, dass sich die Lage ab Mittag und am Abend wieder verschlechtern könnte, wenn der ganz große Ansturm auf Diablo 3 einsetzt.

Eine zweite Meldung mit der Zeile "Fehler 75" zeigt übrigens an, dass das Battle.net kurzzeitig nicht verfügbar ist. Blizzard hat eine Seite eingerichtet, die Auskunft über die Auslastung der Server gibt.

Einen ganz großen Ansturm auf das jüngste Blizzard-Produkt gab es auch beim Mitternachtsverkauf in Berlin. Dort hatten sich deutlich mehr Spieler eingefunden als bei den auch gut besuchten Events zur Markteinführung von Erweiterungen für World of Warcraft - entsprechend gut war die Atmosphäre. Vom Entwicklerteam waren Lead Programmer Jason Regier und Lead Content Designer Kevin Martens dort, beantworteten letzte Fragen in Interviews und gaben Autogramme.

Beim Mitternachtsverkauf gab es auch noch ausreichend Exemplare von Diablo 3 und sogar von der sonst überall so gut wie ausverkauften Collector's Edition. Wie begehrt auch die reguläre Version des Rollenspiels ist, zeigt allerdings Amazon.de: Der Onlinehändler hat einen Tag vor der Veröffentlichung trotz seiner riesigen Lager aufgegeben: "Die uns vom Hersteller zugesicherte Menge an Diablo 3 Standard Editions zum Release ist leider derzeit vergriffen", heißt es dort immer noch. Wann wieder Nachschub verfügbar ist - unklar.

Einige Spieler aus Südkorea haben sich derweil im US-Forum von Blizzard zu Wort gemeldet: Sie hätten die Kampagne im Schwierigkeitsgrad "Normal" schon bewältigt - nach aktuellem Erkenntnisstand als Erste. Sogar einen Bildbeweis (Achtung: Spoiler) haben die Fans dort veröffentlicht. Bleiben die höheren Schwierigkeitsgrade, die eine deutlich größere Herausforderung darstellen dürften - schließlich hat es nicht einmal Blizzard selbst geschafft, "Inferno" durchzuspielen.  (ps)


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