Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/itv-apple-soll-kauf-von-loewe-planen-1205-91762.html    Veröffentlicht: 13.05.2012 12:40    Kurz-URL: https://glm.io/91762

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Apple soll Kauf von Loewe planen

Apple soll über 87 Millionen Euro für den deutschen Hersteller Loewe bieten. An dessen Hauptaktionär Sharp hält Foxconn eine große Beteiligung an einer 10G-Displayfabrik, die große Panels und Module herstellt. Laut Loewe sei an dem Bericht "nichts dran".

Apple soll ein Übernahmeangebot für den deutschen Fernsehhersteller Loewe abgegeben haben. Das berichtet das Onlinemagazin Appleinsider unter Berufung auf eine ungenannte Quelle.

Der US-Konzern soll Loewe ein vertrauliches Angebot über 87,3 Millionen Euro unterbreitet haben, ein leichter Aufschlag auf den letzten Aktienkurs des Unternehmens. Appleinsider berichtet, dass Loewes Finanzexperte zur Annahme geraten habe. Eine Entscheidung soll bis zum 18. Mai 2012 getroffen werden.

Der japanische Elektronikkonzern Sharp ist mit 28,83 Prozent größter Anteilseigner von Loewe. Sharp ist wiederum Hauptpartner des Auftragsherstellers Foxconn bei der Vorbereitung des Apple-Fernsehers. Das hatte Foxconn-Konzernchef Terry Gou erklärt. Gou sagte, Foxconn bereitet sich auf iTV vor. Foxconns kürzlich beschlossenes Gemeinschaftsunternehmen mit Sharp in Japan gehöre zu den Vorbereitungen für das Gerät, erklärte Gou laut China Daily.

Foxconn hatte am 27. März 2012 für rund 600 Millionen Euro einen Anteil von zehn Prozent an Sharp übernommen. Vier Subunternehmen Foxconns bekamen damit die Kontrolle über die Hälfte einer 10G-Display-Fabrik in Sakai im Westen Japans. Foxconn erhielt Anteile an Sharp Display Products (SDP), einem Gemeinschaftsunternehmen von Sharp und Sony, das große Panels und Module herstellt. Nach Abschluss der Transaktion wird der Foxconn-Mutterkonzern Hon Hai Group der größte Einzelaktionär von Sharp sein.

Sharp ist größter Anteilseigner an Loewe

Weitere 11,17 Prozent an Loewe besitzt Computerzubehörhersteller Lacie, ein US-amerikanisch-französisches Unternehmen. 14 Prozent der Aktien kontrollieren das Loewe-Management und Familienangehörige der Gründer, der Rest befindet sich in Streubesitz.

Ein Sprecher der Loewe AG sagte am 13. Mai 2012, an dem Bericht von Appleinsider sei "überhaupt nichts dran." Der Webserver von Loewe war nach dem Bericht nur schwer zu erreichen.  (asa)


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