Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/activision-blizzard-world-of-warcraft-stabil-bei-sinkendem-umsatz-1205-91696.html    Veröffentlicht: 10.05.2012 10:12    Kurz-URL: https://glm.io/91696

Activision Blizzard

World of Warcraft stabil bei sinkendem Umsatz

Der Rückgang der Mitgliedszahlen bei World of Warcraft scheint gestoppt - aber die dafür notwendigen Aktionen kosten Umsatz. Trotzdem läuft das Geschäft bei Activision Blizzard besser als erwartet.

Die Abonnentenzahlen von World of Warcraft sind inzwischen weitgehend stabil. Das ist eines der Ergebnisse, die Activision Blizzard bekanntgegeben hat. Im November 2011 gab es weltweit rund 10,3 Millionen Spieler, jetzt sind es 10,2 Millionen. Im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres - das auch unter dem Eindruck der damals noch neueren Erweiterung Cataclysm stand - ist der Umsatz mit dem Onlinerollenspiel aber deutlich gesunken: Von Januar bis März 2012 hat das Unternehmen mit Onlineabonnements statt 395 Millionen US-Dollar wie im Vorjahreszeitraum nur noch 256 Millionen US-Dollar verdient - und das, obwohl die Zahl jetzt sogar die Erlöse erfasst, die die rund zwei Millionen Mitglieder von Call of Duty Elite Premium beitragen.

Überhaupt ist Call of Duty weiterhin extrem wichtig für das Gesamtunternehmen. Bis Ende März haben Spieler rund 1,6 Milliarden Stunden im Onlinemodus von Modern Warfare 3 verbracht. Elite selbst hat insgesamt rund zehn Millionen zahlende und nicht zahlende Mitglieder - und das, obwohl die PC-Version noch immer nicht verfügbar ist. Call of Duty hat nach Unternehmensangaben rund 40 Millionen aktive Nutzer pro Monat.

Activision Blizzard hat im letzten Quartal bei Umsätzen von 1,45 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 965 Millionen US-Dollar) einen Nettogewinn von 384 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 503 Millionen US-Dollar) erzielt. Nebenbei bedeutet das, dass Electronic Arts zumindest derzeit unter dem Blickwinkel des Umsatzes wieder einmal die weltgrößte Firma der Spielebranche ist. Für die Zukunft erwartet Activision Blizzard wieder deutlich steigende Umsätze - allein schon, weil mit Diablo 3 ein echter Blockbuster veröffentlicht wird.  (ps)


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