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CS6 und Creative Cloud

Adobes CS6 ab 50 Euro pro Monat erhältlich

Adobe hat seine Creative Suite 6 mit 14 Programmen, einschließlich Photoshop, veröffentlicht und zugleich seinen Dienst Creative Cloud gestartet. Darüber kann Adobe CS6 künftig im Abo für rund 50 Euro im Monat genutzt werden.

Adobes Programmsammlung CS6 enthält nicht nur zahlreiche Neuerungen, Adobe stellt zugleich ein neues Geschäftsmodell vor und verkauft CS6 über die neue Creative Cloud im Abo. Wer einen Abovertrag abschließt, kann alle CS6-Anwendungen herunterladen und nutzen, was unter anderem Photoshop, Indesign, Illustrator, Dreamweaver, Premiere, After Effects und Flash Professional einschließt. Auch Adobes Tablet-Apps wie Photoshop Touch sind Bestandteil der Creative Cloud.

Neben diesen Programmen umfasst die Creative Cloud auch Cloud-Storage, um Dateien zwischen verschiedenen Geräten auszutauschen, sowie die Möglichkeit, mobile Apps für iOS und Android zu veröffentlichen.

Künftige Updates der Creative Suite erhalten Abonnenten vorab, ganz allgemein stehen im Rahmen der Creative Cloud immer die aktuellen Versionen zur Verfügung. So kommen demnächst Photoshop Lightroom 4 sowie das HTML5-Entwicklungswerkzeug Edge hinzu.

Der Preis für die Nutzung der Creative Cloud liegt bei einem Jahresabonnement bei 49,99 Euro bzw. US-Dollar pro Monat. Alternativ bietet Adobe einen Vertrag an, der monatlich gekündigt werden kann. Der Preis liegt dann aber bei 74,99 Euro bzw. 79,99 US-Dollar im Monat. Wer über eine Lizenz von Adobe CS3, CS4, CS5 oder CS5.5 verfügt, kann die Creative Cloud für eine begrenzte Zeit für 29,99 US-Dollar pro Monat nutzen.

Darüber hinaus bietet Adobe auch weiterhin klassische Lizenzen an und auch einzelne Programme können im Abo erworben werden.

Photoshop CS6

Photoshop CS6 soll deutlich schneller sein als seine Vorgänger. Dafür sorgt die Mercury Graphics Engine, die dazu auf die Hardwarebeschleunigung moderner Grafikkarten zurückgreifen kann.

Hinzu kommen neue Funktionen wie Content-Aware Move und Content-Aware Patch, eine Erweiterung der Entfernen-Funktion Content-Aware Fill aus Photoshop CS5. Mit ihr können Objekte deutlich präziser entfernt werden. Dazu kann das Ersatzstück festgelegt werden, das an ihre Stelle treten soll. Bislang passierte es oft, dass die Automatik als Ersatz für die Lücke zwar naheliegende, aber unpassende Bildteile verwendete. Außerdem kann im Modus "Extend" diese Funktion dazu eingesetzt werden, Bildteile zu verlängern, ohne dass dies auffällt.

Mit Iris Blur können Digitalbilder nachträglich mit einer neuen Schärfentiefe versehen werden. Dazu setzt der Anwender lediglich das Zentrum einer Ellipse auf den bildrelevanten Bereich. Alles außerhalb dieser Zone wird graduell unschärfer. Weitere Regler erlauben die Feinsteuerung des Effekts.

Neue Verlaufsfilter sorgen für den Miniatureffekt, der den Bildeffekt einer Tilt-Shift-Optik auch ohne teures Spezialobjektiv simuliert und aus Landschaftsaufnahmen Spielzeuglandschaften macht. Verzerrte Fotos, die zum Beispiel bei der Verwendung von Fisheye-Objektiven entstehen, lassen sich nun partiell deformieren. Dabei bestimmt der Anwender mit einem Kurvenwerkzeug, welche Bildbereiche entzerrt werden sollen. Das funktioniert jedoch nur mit Objektiven, deren Daten die Software kennt.

Auch die Bearbeitung von Filmsequenzen ermöglicht Photoshop in der neuen Version: Filter, Einstellungen und ähnliche Werkzeuge aus Photoshop lassen sich auch auf Bewegtbildmaterial anwenden.

Photoshop Extended macht die Bearbeitung von 3D-Inhalten einfacher: Der Anwender klickt zum Beispiel direkt auf den Schatten, um die Position der Lichtquelle zu verändern. Materialien lassen sich aus Paletten auswählen und den Objekten zuweisen. Deren Position kann ebenfalls mit der Maus direkt im Bild verändert werden.

Photoshop CS6 kostet 999 US-Dollar beziehungsweise 19,99 US-Dollar monatlich im Jahresabo und 29,99 US-Dollar pro Monat für einen Einzelmonat.

Illustrator und Indesign

Adobe Illustrator verfügt in der Version CS6 über ein modernes Interface und eine neue Image-Tracing-Engine sowie eine einfache Mustererstellung. Auch hier kommt die neue Mercury-Engine zum Einsatz, um die Geschwindigkeit per Hardwarebeschleunigung zu steigern.

Indesign CS6 ermöglicht es mit seinen erweiterten Adaptive Design Tools, mehrere Layouts aus dem gleichen Inhalt zu erstellen.

Mehr HTML5

Mit Adobe Muse erweitert Adobe die Creative Suite um eine neue Anwendung zur Erstellung von HTML5-Webseiten, ohne dass Code geschrieben werden muss.

Mit Adobe Edge erzeugte HTML5-Animationen können in CS6 in Dreamweaver übernommen werden. Dreamweaver CS6 kann zudem sogenannte Fluid-Grid-Layouts erzeugen, die sich der jeweiligen Displaygröße anpassen. Durch die Einbindung in den Phonegap-Build-Service können aus Dreamweaver heraus auch direkt Apps für mobile Geräte erzeugt werden.

Nutzer von Flash Professional können mit dem Flash Professional Toolkit für CreateJS ebenfalls HTML5-Apps erstellen.

Premiere und After Effects

Auch im Videobereich setzt Adobe mit der Mercury-Engine in Premiere Pro auf Hardwarebeschleunigung per OpenCL auf Macbook Pro. Auch Drittanbieter können sich in die Mercury-Engine direkt einklinken. Zudem hat Adobe die Funktionen Content-Aware Patch und Content-Aware Move aus Photoshop auch in seine Videobearbeitung integriert.

Vier Pakete

Neben der Abolösung bietet Adobe CS6 in vier Paketen an: Adobe Creative Suite 6 Design & Web Premium für 1.899 US-Dollar, Adobe Creative Suite 6 Design Standard für 1.299 US-Dollar, Adobe Creative Suite 6 Production Premium für 1.899 US-Dollar und Adobe Creative Suite 6 Master Collection für 2.599 US-Dollar. Erhältlich sein soll Adobes CS6 innerhalb der nächsten 30 Tage.  (ji)


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