Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fehler-canon-bestaetigt-lichtleck-in-der-eos-5d-mark-iii-1204-91235.html    Veröffentlicht: 18.04.2012 08:16    Kurz-URL: https://glm.io/91235

Fehler

Canon bestätigt Lichtleck in der EOS 5D Mark III

Kameragehäuse dürfen nur durch das Objektiv Licht in ihr Inneres lassen und sind ansonsten lichtdicht. Canons neues DSLR-Modell EOS 5D Mark III ist das nicht. Über das beleuchtete LCD auf der Gehäuseoberseite fällt Licht auf den Belichtungsmesser und verfälscht dessen Ergebnis.

Canons EOS 5D Mark III ist eine Vollformat-DSLR mit 22,3 Megapixeln Auflösung und Full-HD-Videofilmfunktion, die für 3.299 Euro zu haben ist. Das hintergrundbeleuchtete LCD auf der oberen rechten Gehäuseseite ist jedoch nicht ganz lichtdicht und sorgt für eine Beeinflussung der Belichtungsmessung.

Das Problem hat Canon mittlerweile offiziell zugegeben und eine Stellungnahme auf seiner Supportwebsite veröffentlicht. Das Problem tauche nur auf, wenn in besonders dunklen Umgebungen fotografiert und die Lichteinstreuung überhaupt relevant werde, behauptet Canon. Man versuche das Problem einzugrenzen und zu lösen, teilte der japanische Kamerahersteller knapp mit und riet allen Besitzern der Kamera, sich zu registrieren.

Das Vorgängermodell EOS 5D Mark II hatte zum Marktstart ebenfalls Probleme, allerdings nicht mit Lichtundichtigkeiten, sondern mit schwarzen Pünktchen in manchen Aufnahmesituationen. Bei Nachtaufnahmen, die viele kleine, punktförmige Lichtquellen aufweisen, traten gelegentlich schwarze Punkte rechts neben der fotografierten Lichtquelle auf.

Zudem traten ebenfalls vornehmlich auf dunklen Bildern vertikal sichtbare Streifen mit erhöhter Rauschfrequenz quer über das gesamte Foto auf. Mit einem Firmwareupdate konnte Canon beide Probleme damals weitgehend lösen. Eine Lichtleckage jedoch wird kaum mittels Software zu korrigieren sein. Mit einem Stück Klebeband kann sich der Anwender jedoch nicht behelfen, da es zwischen Display und Kamera-Inneren angebracht werden müsste.  (ad)


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