Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/fitbit-ultra-tracker-high-tech-schrittzaehler-soll-deutsche-schlanker-machen-1204-90939.html    Veröffentlicht: 03.04.2012 12:05    Kurz-URL: https://glm.io/90939

Fitbit Ultra Tracker

Hightech-Schrittzähler soll Deutsche schlanker machen

Laufen, laufen, laufen - die Schrittzähler des US-Unternehmens Fitbit sollen nun auch in Deutschland die Menschen gesünder machen. Der deutsche Fitbit-Repräsentant Ralf Werner nahm deshalb auch nicht den Fahrstuhl zur Golem.de-Redaktion, sondern die Treppen.

Mitunter wird Fitbit-Mitarbeiter Ralf Werner als Mitglied einer Sekte veralbert. Er arbeitet für ein Unternehmen, das mit Hightech-Produkten Menschen zu mehr Bewegung verhelfen will. In den USA bietet Fitbit seine Schrittzähler schon seit 2008 an, das im Oktober 2011 eingeführte neue Modell Fitbit Ultra Tracker kommt in Kürze auch nach Deutschland. Kurz vor der Markteinführung tourt Werner deswegen auch durch Deutschland und lernt viele Treppenhäuser kennen.

Der Fitbit Ultra Tracker ist etwa so groß wie ein USB-Stick und passt somit auch bequem in die fünfte Tasche einer Jeans (Five-Pocket-Jeans). Das Gerät ist mehr als ein einfacher Schrittzähler. Es unterstützt Datenfunk via ANT und enthält einen aufwendigen 3D-Beschleunigungssensor, wie er etwa auch in der Wiimote von Nintendo oder im Playstation-Move-Controller von Sony Computer Entertainment steckt.

In Kombination mit dem integrierten Höhenmesser (Altimeter) soll das Produkt zuverlässig erkennen, wie viele Schritte gelaufen und wie viele Stockwerke in Treppenhäusern erklommen wurden - bei Büros mit höheren Decken wie etwa bei Golem.de stimmt dann zwar die ermittelte Stockwerkanzahl nicht unbedingt, aber wichtiger ist es, dass der Sensor nicht etwa Rüttelbewegungen wie im Auto oder im Flugzeug fehlinterpretiert.

Bloß nicht zu viel schwitzen

Bis zu 10.000 Schritte sollten es täglich sein, gemäß einer Fitness-Initiative in den USA. Dann wird dem Nutzer auf dem kleinen blau leuchtenden Monochrom-LED-Display des Fitbit Ultra Tracker als Feedback eine Blume mit vielen Blättern gezeigt. Außerdem lassen sich Schrittzahl, zurückgelegte Distanz, erklommene Stockwerke und verbrannte Kalorien auf Knopfdruck nacheinander anzeigen.

"2013 Kalorien verbraucht, also das Sandwich vorhin war ok", sagt Werner beim Blick auf seinen Tracker. Beim Sport rät Werner darauf zu achten, dass die Elektronik nicht zu stark mit Schweiß in Berührung kommt, da sie nur bedingt gegen Feuchtigkeit geschützt ist und kaputt gehen könnte.

Zum Hightech-Schrittzähler hat Fitbit auch eine Onlinedatenbank entwickelt, in die die Daten mit dem PC oder Mac übertragen werden können. Dazu wird eine kompakte USB-Dockingstation mitgeliefert, in die das Fitbit zwar zum Laden eingesteckt werden kann, zur Datenübertragung reicht es aber, wenn sich der Fitbit Ultra Tracker in Funkreichweite befindet. Der Akku des Trackers muss laut Werner alle vier bis fünf Tage aufgeladen werden.

Die über Webbrowser und iOS- sowie Android-Apps abrufbare Fitbit-Datenbank beinhaltet auch eine Ernährungsdatenbank, angepasst auf Deutschland. Mit der Fitbit-Community lassen sich die eigenen Erfahrungen und Erfolge mit anderen Mitgliedern teilen. Der für Nutzer kostenlose Onlinedienst kann zudem nicht nur die Daten des Trackers erfassen, sondern auch die anderer Fitnessprodukte.

Fitbit bietet dazu in Kürze auch eine eigene Internetwaage, die Fitbit Aria. Und über Programmierschnittstellen wäre es auch möglich, Produkte anderer Hersteller einzubinden, beispielsweise die Internetwaage oder das Blutdruckmessgerät vom französischen Hersteller Withings.

Der Fitbit Ultra Tracker soll in Deutschland ab Ende April 2012 für 99 Euro erhältlich sein. Die Internetwaage Fitbit Aria folgt für 129 Euro und ermittelt neben dem Gewicht auch den Körperfettanteil. Die Garantie beträgt jeweils nur ein Jahr.  (ck)


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