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Airfiber statt Glasfaser

Funktechnik mit 1,4 GBit/s Bandbreite und 13 km Reichweite

Ubiquiti Networks hat mit Airfiber eine proprietäre Funktechnik vorgestellt, die Glasfaser Konkurrenz machen soll. Mit Airfiber sollen sich bei geringen Latenzen Bandbreiten von über 1,4 GBit/s erreichen lassen, die maximale Reichweite wird mit 13 km angegeben.

Airfiber ist für allem für Internetprovider gedacht, die drahtlose Anschlüsse umsetzen wollen. Die Technik funkt im freien Frequenzbereich von 24 GHz und soll einen realen Datendurchsatz von über 1,4 GBit/s erreichen. Dabei soll Airfibre deutlich billiger sein als die Verlegung von Glasfaserleitungen. Die maximale Reichweite der Richtfunkverbindungen soll bei 13 km liegen, hängt aber maßgeblich von der im jeweiligen Land erlaubten Sendeleistung ab und die ist in Deutschland vergleichsweise niedrig, so dass hier mit deutlich geringeren Reichweiten zu rechnen ist.

Ubiquiti Networks setzt dabei auf ein Dual-Antennen-Design, das den Einsatz von Techniken wie Frequency Division Duplex, Time Division Duplex und den von Ubiquiti zum Patent angemeldeten Modus Hybrid Division Duplex erlaubt.

Die geringen Latenzzeiten sollen auch bei größeren Distanzen erreicht werden, indem beide Kommunikationspartner Pakete gleichzeitig versenden, so dass der Empfänger nicht erst warten muss, bis ein Paket angekommen ist. Um das System später mit Firmware-Updates optimieren zu können, stattet Ubiquiti die Module mit flexiblen FPGAs aus.

Die Installation der kombinierten Empfänger- und Sendermodule soll dank eines RSSI-Indikators sehr einfach sein und von einer einzelnen Person vorgenommen werden können. Dank integrierter GPS-Empfänger werden Positions- und Timing-Parameter automatisch berechnet.

Der Preis für Airfiber soll pro Verbindung bei 2.995 US-Dollar liegen. Vorbestellungen werden ab sofort eingesammelt, erste Produkte sollen ab Juni 2012 ausgeliefert werden. Lizenzen sind für die Funktechnik nicht erforderlich, da sie im weltweit lizenzfreien Bereich von 24 GHz arbeitet.  (ji)


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