Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/mediacenter-software-xbmc-11-0-mit-leistungssprung-und-airplay-1203-90737.html    Veröffentlicht: 26.03.2012 11:55    Kurz-URL: https://glm.io/90737

Mediacenter-Software

XBMC 11.0 mit Leistungssprung und Airplay

Die freie Mediacenter-Software XBMC ist deutlich verbessert worden. Ab der Version 11.0 "Eden" arbeitet sie schneller und bringt auch eine Unterstützung für Apples Airplay.

XBMC 11.0 ist fertig und steht unter anderem für Linux, Windows und Mac OS X zum Download zur Verfügung. Die Open-Source-Software für Mediacenter- respektive Heimkino-PCs (HTPC) wurde nicht nur optisch, sondern auch in der Leistung verbessert.

Neben der überarbeiteten Standard-Skin Confluence gibt es etwa die Möglichkeit, mit dem optionalen Dirty-Region Rendering nur noch die Bildbereiche zu aktualisieren, die sich bei einem Video auch ändern. Das kann den Grafikchip und die CPU entlasten, ohne die Videoqualität zu beeinträchtigen. Zudem können nun auch unter Linux mittels VAAPI-Unterstützung AMD-Grafikchips der CPU die Decodierung von Videos abnehmen.

Die Fotowiedergabe wird ebenfalls beschleunigt: Der neue, eigens entwickelte JPEG-Decoder soll mindestens doppelt so schnell sein wie die zuvor genutzte Bibliothek cximage. Der Audio- und Videocodec FFmpeg wurde aktualisiert.

XBMC ist ab der Version 11.0 besser vernetzt. Nicht nur, weil Apples Streamingprotokoll Airplay unterstützt wird, sowohl bei der Bildwiedergabe als auch bei der Video- (alle Plattformen) und Musikwiedergabe (exklusive Windows), sondern auch, weil Verbesserungen bei UPnP eingepflegt wurden.

Unverschlüsselte Blu-ray-Inhalte, auch BD-Rips ohne Menüs, werden laut XBMC-Changelog besser verarbeitet.

Auch für AppleTV

XBMC 11.0 ist seit kurzem im Quellcode sowie für Linux, Windows und Mac OS X verfügbar. Für iOS und Apple TV 1 und 2 gibt es ebenfalls schon Portierungen. Auch die XBMC-Linux-Distribution XBMCbuntu Final wurde aktualisiert, sie integriert nun eine vollständige LXDE-Desktop-Umgebung mit Flash-fähigem Webbrowser (Chromium) und der Möglichkeit, herkömmliche Ubuntu-Programme nachzuinstallieren und zu aktualisieren.

In wenigen Tagen wird auch das freie, Linux-basierte MythTV in der neuen stabilen Version 0.25 erscheinen. Sie ist für den 2. April 2012 angekündigt und soll ebenfalls viel Neues bringen; etwa eine vollständige Hardwaredecodierung auf Intel-, AMD- und Nvidia-Chips, die Möglichkeit in Verbindung mit Zusatzhardware etwa CEC-kompatible Fernseher über HDMI fernzusteuern, 3D-Filme wiederzugeben und Aufzeichnungen über HTTP und sonstige Videos zu anderen Geräten zu streamen.  (ck)


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