Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/webos-drucker-hp-will-pc-und-druckergeschaeft-verschmelzen-1203-90666.html    Veröffentlicht: 21.03.2012 11:43    Kurz-URL: https://glm.io/90666

WebOS-Drucker

HP will PC- und Druckergeschäft verschmelzen

HP-Chefin Meg Whitman will die Konzernbereiche PC und Drucker zusammenlegen, um Kosten zu sparen. Damit könnte der nie verwirklichte Plan des Unternehmens, Drucker mit WebOS herzustellen, doch realisiert werden.

Konzernchefin Meg Whitman will das Geschäft von Hewlett-Packard mit PCs und Druckern vereinen. Das hat das Wall Street Journal aus informierten Kreisen erfahren. Nach der Übernahme von Palm hatte HP Drucker mit WebOS angekündigt, die aber nie erschienen sind. Mit der Zusammenlegung der Bereiche wäre denkbar, dass HP diesen Plan wieder aufnimmt, nachdem das Unternehmen im August 2011 überstürzt die WebOS-Hardware-Sparte geschlossen hatte.

Zusammen erwirtschaften die Bereiche Drucker und PC jährlich einen Umsatz von 65 Milliarden US-Dollar. Doch in beiden Sparten gehen Umsatz und Gewinn zurück: In dem Quartal, das am 31. Januar 2012 endete, fiel der PC-Umsatz um 15 Prozent, der operative Gewinn schrumpfte um 34 Prozent. Bei HP-Druckern sanken der Umsatz um 7 Prozent und der operative Gewinn um 32 Prozent.

Todd Bradley würde neuen Bereich führen

Führen würde den neuen HP-Bereich Todd Bradley, der bislang die PC Group leitet. Vyomesh Joshi, der Chef der Druckersparte, soll seinen Posten aufgeben. Hintergrund der Entscheidung sind Kosteneinsparungen: Vertrieb und Beschaffung für PCs und Drucker könnten zusammengelegt werden. Auch ein Stellenabbau sei geplant, der Umfang ist jedoch noch unklar. Ende Oktober 2011 hatte Hewlett-Packard 349.600 Beschäftigte. Wie viele davon in den beiden Sparten tätig sind, ist nicht bekannt.

Die damalige HP-Chefin Carly Fiorina legte das PC- und Druckergeschäft 2005 zusammen. Ihr Nachfolger Mark Hurd trennte die Bereiche sechs Monate später wieder, um 2009 erneut eine Zusammenlegung vorzubereiten.

Léo Apotheker hatte am 18. August 2011 angekündigt, die PC-Sparte auszugründen oder zu verkaufen. Das Unternehmen wolle keine PCs, Tablets, Smartphones und WebOS-Geräte mehr herstellen. Am 27. Oktober 2011 nahm die neue Konzernchefin Meg Whitman die Ausstiegspläne zurück.  (asa)


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