Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/patente-yahoo-streitet-mit-facebook-um-patente-zu-sozialem-netzwerk-1203-90361.html    Veröffentlicht: 08.03.2012 11:17    Kurz-URL: https://glm.io/90361

Patente

Yahoo streitet mit Facebook um Patente zu sozialem Netzwerk

Yahoo wirft Facebook Patentrechtsverletzungen im Bereich soziale Netzwerke vor und fordert eine Umsatzbeteiligung.

Die Gespräche zwischen Yahoo und Facebook über Patentlizenzierungen sind ergebnislos beendet worden. Das Onlinemagazin Business Insider berichtet aus informierten Kreisen, dass Yahoo jetzt juristisch gegen Facebook vorgehen wird. Es wird erwartet, dass Yahoo Klage wegen Patentrechtsverletzungen gegen den Betreiber des weltgrößten sozialen Netzwerks einreicht.

Yahoos Vorwürfe gegen Facebook lauten Business Insider zufolge auf Verletzung von Patenten im Bereich Onlinewerbung und soziale Netzwerke. Yahoo hatte Ende 2011 im Rahmen der Prüfung des Verkaufs des Unternehmens erklärt, dass die Firma über 1.000 wertvolle Patente besitze.

Der Vorstoß erfolgt ungewöhnlich schnell: Yahoo hat seine Patentrechte erstmals vor rund einer Woche bei Facebook geltend gemacht. Mehrere Verhandlungsrunden für eine Einigung seien seitdem ergebnislos verlaufen. Yahoo werde einen prozentualen Anteil am Umsatz von Facebook fordern. Laut Schätzungen der Marktforscher von eMarketer stieg der Umsatz von Facebook von 738 Millionen US-Dollar im Jahr 2009 auf 3,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011.

Yahoo-Chef Scott Thompson sucht nach einer Strategie, um den angeschlagenen Internetkonzern zu retten. Nach einem unbestätigten Bericht plant Thompson den Abbau von tausenden Arbeitsplätzen. Der Abbau soll bei Produkten erfolgen, mit denen Yahoo nicht erfolgreich ist. Entlassungen und Schließungen seien auch im Marketing, der Öffentlichkeitsarbeit, in der Forschung, in Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, und in schwächeren Landesgesellschaften beabsichtigt. Der Chef der Yahoo Labs, Prabhavar Raghavan, verließ bereits das Unternehmen und wird für Google arbeiten, nachdem in seinem Bereich massive Stellen abgebaut werden sollen.  (asa)


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