Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/test-ssx-survival-funsport-mit-dem-snowboard-1203-90177.html    Veröffentlicht: 01.03.2012 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/90177

Test SSX

Survival-Funsport mit dem Snowboard

Wahnwitzige Tricks, hohe Geschwindigkeit und wunderschöne Schneelandschaften: Die SSX-Reihe ist zurück - und setzt beim Neustart auf noch wahnwitzigere Abfahrten und traumhafte Schauplätze in aller Welt.

Ein paar aufmunternde Worte und Tipps gibt uns der Hubschrauberpilot noch mit auf den Weg, dann rauschen wir zu Spielbeginn auch schon aus atemberaubender Höhe in die Tiefe - ein schöner Vorgeschmack auf das, was uns in SSX erwartet. Wie die schon einige Jahre zurückliegenden Vorgänger ist auch der Neustart der Reihe von EA Sports keine ernst gemeinte Snowboardsimulation, sondern actionlastiger und spektakulär in Szene gesetzter Funsport. Wahnwitzige Stunts und im echten Leben kaum durchführbare Drehungen sind hier wichtiger als realistisches Abfahrtsverhalten.

Das Kursdesign, das den Spieler durch die ganze Welt schickt, orientiert sich daher auch nur am Rande an der Realität. Die Strecken in der Antarktis, den Rocky Mountains oder im Himalaja sind allesamt sehr detailreich in Szene gesetzt, aber mit ihren Hindernissen und Gefahren natürlich eher dem Spielablauf als den echten Vorbildern angepasst. Befahren werden die Areale in unterschiedlichen Modi mit verschiedenen Aufgaben, bei denen die Athleten Erfahrungspunkte und Credits sammeln können. Mal geht es nur darum, den nächsten Highscore aufzustellen, ein anderes Mal ist es schon eine Leistung, überhaupt lebend anzukommen.

So darf in "Race It" mit hohem Tempo und gekonnten Sprüngen auf die Jagd nach neuen Bestzeiten gegangen werden, wobei zahlreiche Hindernisse gekonnt umfahren werden müssen. "Trick It" hingegen verlangt Fingerspitzengefühl bei Tasten- und Stickbedienung - komplexe Stunts, Drehungen und Grabs unter Einbeziehung von Sprungschanzen, Geländern, Pipelines und Stromleitungen wollen erlernt und dann nach und nach gemeistert werden.

Die Krönung ist der "Survive It"-Modus, in dem es tatsächlich ums Überleben geht: Die gefährlichen Abfahrten inklusive Lawinen, Lava und tödlicher Felsspalten verlangen einiges an Reaktionsgeschwindigkeit und fahrerischem Können. Zudem warten sie mit einigen Gemeinheiten auf, die nach Extraausrüstung aus dem gut ausgestatteten Shop verlangen, etwa Sauerstoffflaschen für extreme Höhenmeter, Stirnlampen für düstere Höhlenabschnitte oder gar einen Wingsuit zum Überspringen breiter Schluchten.

Fazit über den Bergen

Die Offlinekampagne mit ihren zahlreichen Aufgaben ist allerdings nur einer von mehreren Spielabschnitten. Hinzu kommt etwa der Explore-Modus, in dem auf unzähligen Abschnitten neue Highscores erzielt werden dürfen - und die werden in Listen gespeichert, in denen die eigenen Leistungen mit denen von Freunden verglichen werden. Ähnlich dem Autolog-Feature in Need For Speed sorgt das sogenannte "Rider Net" dafür, dass jeder Spieler immer online die eigenen Werte mit Freunden vergleichen und sich so mit ihnen messen kann. Hinzu kommen globale Events, bei denen die Ranglistenwettbewerbe mit SSX-Fahrern weltweit erfolgen.

Wie es sich für einen zeitgemäßen Funsport gehört, ist die Inszenierung dynamisch und actionreich. Die kurzen Streckenvideos sind schnell und schick geschnitten, die spielbaren Figuren wie Elise, Kaori und Co. mit ihren jeweiligen Eigenschaften witzig anzusehen. Die krachige Elektro- und Rockmusik untermalt das Geschehen stimmungsvoll, die Grafik hat einige gelungene Effekte zu bieten, könnte vor allem bei der Weitsicht und den Animationen der Sprünge aber auch noch besser sein.

SSX ist für Playstation 3 und Xbox 360 verfügbar. Das Spiel hat eine USK-Freigabe ab 6 Jahren erhalten und kostet etwa 60 Euro.

Fazit

Höllisches Tempo, tolle Bedienung, packende Inszenierung: Der SSX-Neustart ist Electronic Arts gelungen - auch einige grafische Mankos und die zu dunklen Nachtrennen können den immensen Spielspaß, den sowohl die Kampagne als auch die Ranglistenturniere versprühen, nicht trüben. Das seit einiger Zeit eher vernachlässigte behandelte Funsport-Genre erhält so einen überzeugenden neuen Vertreter.  (tw)


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