Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/visual-studio-11-weniger-ist-mehr-1202-90001.html    Veröffentlicht: 24.02.2012 08:46    Kurz-URL: https://glm.io/90001

Visual Studio 11

Weniger ist mehr

Microsoft gibt eine Vorschau auf seine kommende Entwicklungsumgebung Visual Studio 11, die Microsoft grundlegend umgestaltet hat. Das User Interface wurde vereinfacht, damit sich Entwickler mehr auf das Programmieren konzentrieren können.

Die zahlreichen Funktionen von Visual Studio machen es manchmal schwer, die wirklich relevanten Funktionen zu finden und diese effizient zu nutzen, so Microsofts Einschätzung. Um das zu ändern, wurde das User Interface von Visual Studio 11 deutlich vereinfacht.

Basierend auf Nutzerdaten wurden zahlreiche Menüpunkte aus den Werkzeugleisten von Visual Studio entfernt, im Schnitt fallen 35 Prozent der Schaltflächen in der Standardeinstellung weg. Die Kommandos dahinter stehen weiter zur Verfügung, lediglich die Schaltflächen wurden entfernt. Das gilt beispielsweise für Kopieren, Ausschneiden und Einfügen, denn nach Microsofts Nutzerdaten nutzen fast alle Entwickler die entsprechenden Tastaturkürzel, nicht die Menüeinträge dafür.

Die Rückmeldungen zu diesen Änderungen in Usability-Studien waren sehr positiv. Viele Nutzer entdeckten neue Funktionen, die schon lange in Visual Studio enthalten waren, sie aber vorher nicht wahrgenommen haben.

Unbunt

Auf die Verwendung von Farben verzichtet Microsoft in Visual Studio 11 weitgehend. Da beim neuen Metro-Stil, aber auch bei Plattformen wie Xbox und Windows Phone 7 Farben eine wesentlich größere Rolle spielen, wird Visual Studio 11 eher monochrom, um den Farben der damit entwickelten Apps mehr Gewicht zu geben. Entwickler können zwischen einem hellen und dunklen Theme für die Entwicklungsumgebung wählen.

Auch Effekte hat Microsoft aus gleichem Grund weitgehend aus dem UI entfernt und setzt auf Weißflächen und Typographie als wesentliche Gestaltungselemente. Ähnliches gilt für die verwendeten Icons, auch diese wurden vereinfacht, wobei Microsoft die neuen Icons als Glyphen bezeichnet.

42 Pixel gewonnen

Letztendlich gewinnt Microsoft durch all die Änderungen 42 Pixel in der Höhe, die nun Entwicklern zur Verfügung stehen, was zwei bis drei zusätzlichen Codezeilen entspricht. Zudem wirkt die Software nun einfacher und leichtgewichtiger.

Verbesserte Suche

Damit Entwickler die nicht mehr sichtbaren Funktionen dennoch finden, integriert Microsoft Quick Launch, eine Suchfunktion für Kommandos und Konfigurationsoptionen. Aufgerufen wird Quick Launch mit Strg+Q. In den Ergebnissen werden dann auch die Tastenkürzel angezeigt.

Zudem wurde die Suche in Dateien verbessert.  (ji)


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