Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/test-spiele-fuer-ps-vita-rayman-ridge-racer-und-eine-elektronische-symphonie-1202-89892.html    Veröffentlicht: 20.02.2012 14:00    Kurz-URL: https://glm.io/89892

Test Spiele für PS Vita

Rayman, Ridge Racer und eine elektronische Symphonie

Neben Uncharted Golden Abyss erscheinen noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Spiele zum Start der PS Vita. Golem.de hat einen Blick auf Rayman Origins, Virtua Tennis 4, Lumines: Electronic Symphony und Ridge Racer geworfen.

Wenn die PS Vita (Test) am 22. Februar 2012 offiziell in Europa erscheint, gibt es vom Start weg ein vergleichsweise großes Angebot an Spielen. Der wichtigste Titel ist Uncharted Golden Abyss, aber auch in einer Reihe weiterer Genres bieten die Publisher spannende Unterhaltung an. Golem.de hat Rayman Origins und Lumines von Ubisoft, Virtual Tennis 4 von Sega und Ridge Racer von Namco Bandai ausführlich gespielt. Ein zweiter Artikel mit einer weiteren Testübersicht erscheint in den nächsten Tagen.

Rayman Origins

Der fröhliche Springinsfeld Rayman passt prima ins Startaufgebot der PS Vita: In der Handheldversion des erst im November 2011 für Konsole erschienenen Rayman Origins hüpft, kämpft, klettert und fliegt der Held mit seinen Freunden in einer simplen, aber herzallerliebst animierten Handlung gegen die bösen Darktoons. Dabei läuft er in klassischer Jump-and-Run-Art von links nach rechts durch wunderschön gezeichnete Dschungel-, Berg- und Unterwasserlevels. Je nach Umgebung und dem aktuellen Feindaufgebot funktioniert er seinen Kopf zum Propeller um und gleitet so in die Höhe, er schwimmt durch Tauchpassagen oder fliegt auf Moskitos.

Steuerung und Grafik machen auch auf der PS Vita einen sehr guten Eindruck. Wenn dem Spieler das Geschehen auf dem Display zu klein ist, lässt es sich über einfaches Fingerspreizen per Touchscreen vergrößern, ohne dass es sichtbar aufpixelt. Rayman Origins bietet deutsche Bildschirmtexte, kostet rund 50 Euro und hat eine USK-Freigabe ab 6 Jahren.

Fazit

Wer auch nur ein bisschen was übrig hat für Hüpf- und Springspiele, kommt auf der PS Vita um Rayman Origins nicht herum. Perfekte Steuerung, viel Abwechslung und unzählige schöne inhaltliche und grafische Ideen machen das Programm zum Vergnügen. Neben Uncharted eines der besten Startspiele für die Vita!

Virtua Tennis 4

Die digitalen Versionen von Stars wie Roger Federer, Rafael Nadal, Maria Scharapowa und Caroline Wozniacki geben sich in Virtua Tennis 4 von Sega die Ehre auf der PS Vita - alle mit ihrem Originalnamen und verblüffend echt wirkendem Aussehen und Aufschlag. Der Spieler tritt mit seinem Favoriten in einer Reihe von Modi an, etwa auf einer World Tour oder in dem schnellen Showmatch. Ein Tutorial erklärt die für Einsteiger nicht ganz einfache Steuerung. Die KI der Athleten ist ordentlich, aber mit ein bisschen Übung lassen sich die virtuellen Sportler recht leicht übertölpeln. Nervig: In den Menüs setzt das Programm auf Eingaben per Touchscreen, während die teils genauso intuitiven Sticks oft ins Leere führen.

Wer mag, kann auch gegen andere Tennisfans mit eigener Vita im Ad-hoc-Modus spielen - oder das Handheld längs zwischen sich und einen Mitstreiter am gleichen Tisch legen, dann treten die beiden am gleichen Gerät an. Virtua Tennis 4 ist gut lokalisiert, kostet rund 50 Euro und hat eine USK-Freigabe ab 0 Jahren.

Fazit

Mit Virtua Tennis 4 legt Sega eine unterm Strich gelungene Vita-Fassung seiner berühmten Tennisserie vor. Die Steuerung im Spiel ist sehr präzise, die Grafik klasse - von nicht besonders störenden Rucklern in Zwischensequenzen abgesehen. Wer ein authentisches Sportspiel für die Fahrt zum Tennisplatz sucht, wird hier bestens bedient.

Lumines und Ridge Racer

Lumines: Electronic Symphony

Schon seit den seligen Tagen der Playstation Portable gehört Lumines zu den besseren Tetris-Klonen, und auch beim Start der PS Vita ist eine Portierung dabei. Der Spieler muss unter Zeitdruck die herunterfallenden zweifarbigen Klötzchen so stapeln, dass sich mindestens 2-x-2er-Felder bilden. Das Ganze ist mit vielen, vorwiegend bunten Farb- und Spezialeffekten angereichert, dazu schallt Musik von den Chemical Brothers, den Pet Shop Boys und Underworld aus den Lautsprechern.

Solospieler schalten nach und nach Hintergründe und Soundtracks frei. Die Electronic Symphony erscheint über Ubisoft, kostet rund 40 Euro und ist aus unerfindlichen Gründen von der USK erst ab 6 Jahren freigegeben.

Fazit

Lumines für die PS Vita ist schick animiert und hat dank Musik und Lichteffekten wieder diesen gewissen sphärischen Flow, der die Serie auszeichnet. Wirklich Neues gibt es allerdings nicht, und sonderlich stark auf die Eingabemöglichkeiten der PS Vita ist das Programm nicht zugeschnitten - dabei würde sich das teils anbieten. Andererseits: lieber eine solide, gut funktionierende Steuerung als aufgesetzte Mätzchen.

Ridge Racer

Kaum eine andere Spieleserie geht so zuverlässig mit neuer Hardware an den Start wie Ridge Racer von Namco Bandai. Die Version für die Vita setzt auf arcadelastigen, also sehr zugänglichen Fahrspaß zu treibenden Bleifußrhythmen. Die drei Rennstrecken Highland Cliffs, Southbay Docks und Harborline 765 kennen Spieler bereits aus früheren Titeln, per beiliegender Key-Karte lassen sich drei weitere Kurse laden - dabei handelt es sich aber auch um alte Bekannte. Ähnlich läuft das mit den Autos: Fünf ziemlich ähnliche sind enthalten, fünf weitere gibt's zum Download.

Im Solomodus können sich Vita-Rennfahrer unter anderem in einer Weltkarriere beweisen, die nach und nach mehr Extras fürs Tuning freischaltet. Dazu gibt es mehrere Multiplayermodi, unter anderem können Vita-Piloten über Playstation Network mit bis zu sieben Kontrahenten um die Wette rasen oder in Ad-hoc-Duellen antreten. Die Grafik ist schön und abwechslungsreich - allerdings geht die Bildwiederholrate an einigen Stellen spürbar runter. Ridge Racer kostet 30 Euro und hat eine USK-Freigabe ab 0 Jahren.

Fazit

Von früheren Glanzzeiten ist auch dieses Ridge Racer ein paar Kilometer entfernt. Das liegt an der seltsamen Vermarktung mit vergleichsweise niedrigem Preis und der daraus resultierenden mageren Ausstattung und dem Downloadcode, der dann aber wieder recht viele Inhalte freischaltet. Davon abgesehen macht das Ding aber schon Spaß. Die Steuerung unterfordert zwar jeden erfahrenen Rennfahrer, sorgt aber vom Start weg für packende Rennen. Ebenso zwiespältige Eindrücke weckt die Grafik: Sie ist großenteils wunderhübsch anzusehen, aber halt nicht immer flüssig.  (ps)


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