Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/news/openmoko-neue-platine-fuer-neo-freerunner-zu-kaufen-1202-89659.html    Veröffentlicht: 09.02.2012 10:52    Kurz-URL: https://glm.io/89659

Openmoko

Neue Platine für Neo Freerunner zu kaufen

Für das Openmoko-Smartphone Neo Freerunner kann nun ein neues Mainboard gekauft werden. Die Platine mit dem Namen GTA04 ist aber nur als Upgrade gedacht. Es gibt nur wenige komplette Smartphones zu kaufen, dafür kann das Gehäuse mit einem 3D-Drucker selbst erstellt werden.

Die Platine GTA04 gilt als Nachfolger für das Smartphone Neo Freerunner des Openmoko-Projekts. Das Upgrade passt in das Gehäuse der Vorgänger und steht nun zum Verkauf. Zunächst sind die Mainboards über eine Sammelbestellung zu erwerben, die die Produktion von etwa 350 Platinen finanzieren soll. Noch kann die GTA04 in einem Early-Bird-Programm für 474 Euro gekauft werden, der reguläre Preis der Sammelbestellung liegt bei 499 Euro.

Direkt bestellt werden können die Platinen für 666,66 Euro, solange der Vorrat der Entwickler noch reicht. Komplette Smartphones mit Gehäuse und Batterie stehen für 749 Euro zur Verfügung. Angesichts der verbauten Hardware sind die Preise im Vergleich zu gängigen Smartphones jedoch sehr hoch. Denn auf dem Mainboard ist ein Omap-Prozessor DM3730 mit ARM-Kern (Cortex-A8) verbaut, der mit 800 MHz getaktet ist. Als Speicher sind 512 MByte NAND Flash und 512 MByte RAM vorhanden.

Der interne Speicher kann mit einer MicroSD-Karte auf bis zu 32 GByte erweitert werden. Für die Verbindung mit dem Internet sind ein WLAN- und ein HSDPA-Modul integriert. Außerdem befinden sich auf der GTA04 ein USB-2.0-Port, Bluetooth und ein FM-Empfänger. Zusätzlich sind ein Luftdruckhöhenmesser, ein Geschwindigkeitsmesser, ein Kompass, ein GPS-Empfänger und ein Gyroskop integriert. Eine komplette Liste der Hardware findet sich auf der Herstellerseite der Firma Golden Delicious.

Gehäuse im Selbstdruck

Nicht nur die Schaltpläne und der Entwurf für die Platine sind frei verfügbar, sondern auch die CAD-Zeichnungen des originalen Gehäuses sind nun unter einer freien Lizenz verfügbar. Somit kann das Gehäuse mit Hilfe eines 3D-Druckers selbst erstellt und den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Käufer, die nicht selbst drucken wollen, können den Druck auch von einem Dienstleister anfertigen lassen.  (sg)


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