Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1201/89422.html    Veröffentlicht: 30.01.2012 18:23    Kurz-URL: https://glm.io/89422

Soundblaster Recon3D

Creatives neue PCIe-Soundkarten werden ausgeliefert

Creative liefert seine ersten PCI-Express-Soundkarten mit dem Quad-Core-Soundchip Sound Core3D aus. Ihre volle Leistung wird die Soundblaster-Recon3D-Serie aber erst mit Windows 8 entfalten können.

Die Soundblaster Recon3D PCIexpress, die Soundblaster Recon3D Fatal1ty Professional Series und die Soundblaster Recon3D Fatal1ty Champion Series sind lieferbar. Es sind Creatives erste interne Soundkarten mit dem Sound Core3D, diesen Vierkern-Soundchip gab es bisher nur in der externen USB-Soundkarte Soundblaster Recon3D USB.

Die neuen Soundkarten sollen durch die vier voneinander unabhängig laufende Prozessorkerne einen aufwendigen räumlichen 3D-Klang realisieren, der Spielern dabei helfen soll, ihre Gegner mit dem Gehör besser als bisher orten und ihre Mitspieler besser verstehen zu können.

Dafür sollen unter anderem hardwarebeschleunigtes THX Trustudio Pro und Creatives Crystalvoice-Filter sorgen. Auch bei Videokonferenzen und der Filmwiedergabe sollen die Soundkarten überzeugen.

Ungenutztes Potenzial

Die volle Leistung der neuen Soundkarten wird allerdings erst mit der Veröffentlichung von Windows 8 nutzbar sein, dann wird wieder hardwarebeschleunigter Sound unterstützt. Creative dazu: "Mit Windows 8 gibt Microsoft den Entwicklern von Creative endlich mehr Spielraum für hardwarebeschleunigten Sound (via DirectX und Soundtechniken wie EAX oder Aureal 3D)." Bei Windows Vista und Windows 7 kann die Rechenleistung von Soundkarten hingegen mit Windows-Bordmitteln nicht genutzt werden. Insbesondere können die in Hardware ausgeführten Codecs und Mixer einer Soundkarte mit den älteren Windows-Versionen nicht per DirectX genutzt werden. Mit Windows 8 wird das - wie einst bei Windows XP - wieder möglich, was unter anderem zu einer Entlastung der CPU führen kann.

Neben analogen und digitalen (koaxial/optisch) Ausgängen zum Anschluss an Stereo- und 5.1-Kanal-Lautsprechersysteme sowie Kopfhörer gibt es jeweils auch einen optischen Eingang und einen kombinierten Line- und Mikrofoneingang an den Soundkarten.

Die Soundblaster Recon3D PCI Express ist die einfachste der internen Recon3D-Soundkarten. Sie kostet rund 100 Euro. Die Soundblaster Recon3D Fatal1ty Professional sieht schicker aus, ist besser abgeschirmt und kostet rund 150 Euro.

Die teuerste der neuen PCIe-Soundkarten ist die Soundblaster Recon3D Fatal1ty Champion für etwa 200 Euro. Sie entspricht technisch der Professional, bringt aber ein 5,25-Zoll-Steuermodul mit zusätzlichen analogen Ein- und Ausgängen für die PC-Gehäusefront und ein Beamforming-Mikrofon mit sich. Mit dem Mikrofon soll eine einwandfreie Kommunikation ohne lästiges Headset möglich werden, auch wenn Desktop-Lautsprecher eingesetzt werden.

Die externe Lösung Soundblaster Recon 3D USB für etwa 100 Euro gibt es bereits seit 2011, sie richtet sich primär an Gamer und kann nicht nur an den PC sondern auch an eine Xbox 360 oder PS3 angeschlossen werden. Sie kann auf Wunsch im Paket mit der Tacticlink-Funkkarte und dem Funk-Headset Soundblaster Tactic 3D Omega für rund 250 Euro gekauft werden. Die Recon 3D USB versteht sich zwar ebenso auf 24-Bit-Sound, aber anders als die internen Soundblaster-Soundkarten nicht mit Abtastraten von bis zu 96 kHz sondern nur mit bis zu 48 kHz.  (ck)


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