Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1201/89387.html    Veröffentlicht: 28.01.2012 13:15    Kurz-URL: https://glm.io/89387

Facebook

Börsengang soll kommende Woche starten

In der kommenden Woche dürfte Facebook die Unterlagen für den Börsengang bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einreichen. Das IPO startet dann zwischen April und Juni 2012.

Facebook wird die Unterlagen für den Börsengang in der kommenden Woche einreichen. Das hat das Wall Street Journal aus informierten Kreisen erfahren. Ein Termin am Mittwoch bei der US-Börsenaufsicht SEC sei jedoch nur ein mögliches Szenario, Änderungen seien noch möglich.

Die Banken Morgan Stanley und Goldman Sachs würden eine führende Position bei dem erstmaligen Angebot der Aktien erhalten. Ziel sei es, 10 Milliarden US-Dollar einzunehmen. Damit würde der Betreiber des sozialen Netzwerks mit 75 Milliarden US-Dollar bis 100 Milliarden US-Dollar bewertet. Eine Bewertung von 75 Milliarden US-Dollar würde weit unter bisherigen Schätzungen liegen.

In weniger als acht Jahren hat Facebook über 800 Millionen Nutzer verzeichnet. Das Unternehmen hat 3.000 Beschäftigte.

Der Börsengang ist für die Zeit zwischen April und Juni 2012 geplant. Es wäre das größte IPO (Initial Public Offering) eines Internetunternehmens in der US-Geschichte. Im Jahr 2004 erzielte Google beim Börsengang eine Bewertung von 23 Milliarden US-Dollar.

Laut Schätzungen der Marktforscher von eMarketer stieg der Umsatz von Facebook von 738 Millionen US-Dollar im Jahr 2009 auf 3,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011. Julie Boorstein vom Sender CNBC twitterte, dass der operative Gewinn von Facebook im Jahr 2011 bei 1,5 Milliarden US-Dollar gelegen habe.

Zuckerberg will keinen schnellen Börsengang. Eine Konzentration auf den Aktienkurs könne die Unternehmenskultur schädigen, es sei wichtiger, auf gute Produkte statt auf den Kurs der Aktie zu setzen, soll Zuckerberg argumentieren. Tatsächlich dürften viele Mitarbeiter ihre Aktienoptionen einlösen und das Unternehmen verlassen. Das IPO wird auch wegen der "500-Regelung" in einem US-Gesetz von 1934 nötig. Danach müssen Privatunternehmen, die mehr als 500 Investoren haben, ihre Geschäftsberichte genau wie börsennotierte Unternehmen offenlegen.

Im Januar 2011 investierten Goldman Sachs und weitere Anleger 1,5 Milliarden US-Dollar in Facebook. Dabei wurde Facebook mit 50 Milliarden US-Dollar bewertet und es wurde bekannt, dass Facebook 2009 einen Nettogewinn von 200 Millionen US-Dollar und einen Umsatz von 777 Millionen US-Dollar erzielt hat.  (asa)


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