Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1201/89382.html    Veröffentlicht: 27.01.2012 18:03    Kurz-URL: https://glm.io/89382

Linaro

Unity-Desktop für OpenGL ES ist fast fertig

Die Linaro-Entwickler haben die Rahmenbedingungen für den Einsatz des Unity-Desktops für mobile Geräte fast fertiggestellt. Damit läuft Canonicals Desktop in der 3D-Version mit OpenGL ES 2.0.

Die Entwickler bei Linaro haben zahlreiche Komponenten des Unity-Desktops für den Einsatz mit dem Grafikstandard OpenGL ES 2.0 optimiert. Zusammen sollen sie den Einsatz von Canonicals Desktop Unity-3D auch auf mobilen Geräten ohne volle OpenGL-Unterstützung ermöglichen wie etwa Smartphones oder auch Fernsehgeräte und Settop-Boxen.

In einer Twitter-Nachricht teilte der leitende Entwickler Ricardo Salveti mit, dass das OpenGL-basierte Toolkit Nux und Unity bereits angepasst wurden und der Code in die ursprünglichen Projekte eingeflossen sei (Upstream). Nux ist die Bibliothek, die Widgets, Elemente der Benutzeroberfläche und Hintergrundgrafiken für Unity bereitstellt und sie gilt als Erweiterung für das Toolkit Gtk+. Noch fehlt die Anpassung von Compiz für OpenGL ES, teilte Salveti im Tweet mit.

Möglicherweise sind aber alle Komponenten bis zur Veröffentlichung der nächsten Ubuntu-Version 12.04 Ende April 2012 vollständig angepasst. Kurz darauf soll dann eine aktuelle Version des Linaro-Frameworks erscheinen.

Canonical hatte auf der diesjährigen CES bereits eine Vorabversion von Ubuntu für TVs vorgestellt, die von den Anpassungen profitieren können. Außerdem gibt es das Gerücht, der Ubuntu-Entwickler wolle seine Linux-Distribution auch auf mobilen Geräten etablieren. Dort läuft bislang eine 2D-Version basierend auf Qt.

Das gemeinnützige Linaro-Projekt wurde im Juni 2010 von den Hardwarefirmen ARM, Freescale, IBM, Samsung, ST-Ericsson und Texas Instruments gegründet. Ziel des Unternehmens ist die Entwicklung von Software für Geräte mit ARM-Prozessoren. Mit neuen Techniken wie Mehrkernprozessoren, die Jahre nach der Bereitstellung durch ARM nun unter anderem Qualcomm einsetzen will, HD-Video und OpenGL ES müssen die Entwickler von ARM-Geräten immer schneller auf Trends reagieren. Ziel ist unter anderem, neue Trends bei den Halbleitern schneller für die Software nutzbar zu machen.  (jt)


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