Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1201/89273.html    Veröffentlicht: 24.01.2012 12:06    Kurz-URL: https://glm.io/89273

Gerücht

Microsoft Points könnten abgeschafft werden

Die Microsoft Points sollen offenbar abgeschafft werden. Einem Gerücht zufolge wird Microsofts virtuelle Währung nur noch bis zum Jahresende 2012 genutzt.

Microsofts virtuelle Währung, die Microsoft Points, soll nur noch bis zum Jahresende 2012 genutzt werden. Das will die Website Inside Mobile Apps von einem Insider erfahren haben. In Zukunft werde auch Microsoft nur noch in den landesüblichen Währungen abrechnen. Ein Microsoft-Sprecher wollte das Gerücht auf Nachfrage von Golem.de nicht kommentieren.

Noch ist die Punktewährung von Microsoft aktiv. Sie wird bei Xbox Live für alles eingesetzt, von kleinen Downloaderweiterungen und Filmen über Xbox-Live-Arcade- und Vollpreisspieledownloads. Vollpreisspiele können aber alternativ auch mit der Kreditkarte bezahlt werden, um den Kunden das ständige Aufladen des Punkteguthabens zu ersparen.

Uneinheitliche Nutzung

Während im Windows Phone Marketplace für Smartphones mit Windows Phone 7 die Apps mit Euro ausgepreist werden, finden sich die Microsoft Points als Zahlungsalternative noch im Zune Marketplace. Dort werden Musik und Videos zum Kauf und zur Miete angeboten, die sich mit verschiedenen Geräten wiedergeben lassen, etwa mit dem Windows-PC oder dem Windows Phone. Das ist ein Unterschied zu Apples iTunes Store, über den Apps, Musik und Videos allesamt in Euro bezahlt werden.

Auch bei Games for Windows Live (GfWL) ist Microsofts Punktewährung zu finden und kann zum Kauf etwa von Downloaderweiterungen (DLC) für Spiele verwendet werden. Da Microsofts für 2012 angekündigtes PC-Betriebssystem Windows 8 einen eigenen Software-Download-Shop auch für Vollpreisspiele und -anwendungen mit sich bringt, ist zu erwarten, dass auch hier Microsoft Points - wenn überhaupt - nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

Punkte als Nachteil für Kunden

Im Videospielebereich nutzt neben Microsoft auch Nintendo noch eine virtuelle Währung, während Sony darauf verzichtet und dem Kunden Umrechnung und Ärger mit dem Aufladen erspart. Microsoft- und Nintendo-Kunden können ihre Konten entweder per Kreditkarte mit Punktepaketen aufladen oder im Handel verschiedene Punktekarten erwerben. Der darauf aufgedruckte Code wird dann online eingegeben und die Punkte freigeschaltet, nicht anders als bei Euro-Guthaben-Karten etwa für iTunes.

Während bei iTunes das Guthaben aber optional ist und wenn es zur Neige geht, einfach passend mit der Kreditkarte bezahlt wird, muss bei den Xbox Live immer wieder ein neues Punktepaket erworben und damit ein Guthaben angelegt werden. Das ist dann oft zu groß oder zu klein dimensioniert. Zudem ist für Kunden nicht gleich ersichtlich, wie viel ein Download umgerechnet in Euro kostet und das könnte eher zum Kauf verlocken. Einen Vorteil hat damit nur Microsoft, die Kunden kaufen immer mehr Punkte, als sie eigentlich brauchen und ersparen dem Unternehmen zugleich Kreditkartengebühren.  (ck)


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