Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1201/89226.html    Veröffentlicht: 20.01.2012 18:02    Kurz-URL: https://glm.io/89226

Megaupload

Kim Schmitz musste aus dem Panikraum geschnitten werden

Die Festnahme von Kim Schmitz in seinem Anwesen in Neuseeland gestaltete sich nicht ganz einfach. Letztendlich musste die Polizei ihn aus einem Panikraum schneiden, in den sich der Megaupload-Gründer zurückgezogen hatte.

76 Polizisten haben am 20. Januar 2012 ab 7 Uhr Ortszeit das Anwesen von Kim Schmitz in Coatesville in Neuseeland durchsucht. Sie beschlagnahmten dabei 18 Luxusautos im Wert von rund 6 Millionen Dollar, Konten und Staatsanleihen im Wert von insgesamt rund 11 Millionen Dollar sowie Gemälde und elektronische Geräte.

Insgesamt 15 Personen, darunter Kinder, sollen sich zu dem Zeitpunkt in dem Anwesen aufgehalten haben. Der Zutritt war für die Polizei nicht ganz einfach, wie Polizeiinspektor Grant Wormald laut TV New Zealand erläuterte: Obwohl sich die unter anderem mit zwei Hubschraubern gelandeten Polizisten deutlich zu erkennen gegeben hätten, habe sich Kim Schmitz ins Haus zurückgezogen und diverse elektronische Schlösser aktiviert.

Nachdem die Polizei diese Zugangsbarrieren überwunden hatte, zog sich Schmitz laut Wormald in einen sogenannten Panikraum (Safe Room) zurück, den die Polizisten aufschneiden mussten. Dort fanden sie Schmitz mit einer abgesägten Schrotflinte vor.

Im Februar 2010 war berichtet worden, dass Schmitz eine mit 30 Millionen US-Dollar bewertete Villa in Neuseeland gekauft habe.

Schmitz bleibt zusammen mit drei weiteren Angeklagten voraussichtlich mindestens bis Montag in Haft, ein Antrag auf Kaution wurde zunächst abgelehnt.  (ji)


Verwandte Artikel:
Megaupload: Dotcom erhält Vermögen und Container aus Hongkong   
(31.07.2017, https://glm.io/129214 )
MPAA und RIAA: Film- und Musikbranche will Mega-Upload-Daten rekonstruieren   
(16.03.2017, https://glm.io/126767 )
Megaupload: Dotcom droht bei Auslieferung volle Anklage in den USA   
(20.02.2017, https://glm.io/126286 )
Megaupload: Kim Dotcom kann in die USA abgeschoben werden   
(20.02.2017, https://glm.io/126267 )
Megaupload: Was Uploader und Downloader zu befürchten haben   
(20.01.2012, https://glm.io/89214 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/