Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1201/89037.html    Veröffentlicht: 13.01.2012 08:37    Kurz-URL: https://glm.io/89037

Crucial

Adrenaline-SSD soll als unsichtbarer 50-GByte-Cache arbeiten

Hohe Geschwindigkeit und trotzdem viel Speicherkapazität soll Crucials Adrenaline SSD ermöglichen. Die SSD arbeitet als Cache für eine normale Festplatte und beschleunigt so den Zugriff auf häufig benutzte Daten.

Die Micron-Tochter Crucial will eine SSD auf den Markt bringen, die bestehende Desktopcomputer beschleunigen soll, ohne dass der Anwender sein System umziehen lassen muss. Mit der Adrenaline SSD wird eine 2,5-Zoll-SSD in das bestehende System installiert und anschließend mit einer Software so weit eingebunden, dass der Anwender die SSD selbst nicht als Datenträger sieht. Stattdessen übernimmt die SSD Teile der Festplattenzugriffe, indem Daten der Hauptfestplatte gepuffert werden.

Das Verfahren ist vergleichbar mit Seagates Momentus XT, nur dass die Notebookfestplatte 4 bis 8 GByte Flashspeicher direkt auf dem Board hat. Bei Crucials Lösung wird die SSD einfach zugesteckt. Zudem ist der Flashspeicher mit 50 GByte deutlich größer. Die ungewöhnliche Kapazität kommt zustande, weil 14 GByte für Wear Leveling und Garbage Collectionen reserviert werden. Crucial will damit eine bessere Leistung erreichen.

Einige Beschleunigungen sollen sofort nach der Installation funktionieren. Die Software sorgt bereits bei der Installation dafür, dass wichtige Betriebssystemteile im Cache platziert werden. Bei Software dauert es länger. Beim synthetischen Benchmark PC Mark Vantage braucht es laut Crucial drei Durchläufe, bis die SSD-Software erkennt, dass das Programm beschleunigt werden sollte.

Micron wollte noch keinen endgültigen Preis nennen, rechnet aber mit Preisen um die 100 US-Dollar. Zum Lieferumfang gehört die Cache-Software sowie ein 3,5-Zoll-Adapter. Die Auslieferung soll in etwa vier bis sechs Wochen beginnen, also Mitte Februar 2012.

Zudem wird Micron mit seiner Tochter Lexar USB-3.0-Sticks auf den Markt bringen, die Leseraten von 155 MByte/s bieten sollen. Beim Schreiben sollen es 150 MByte/s sein. Das 64-GByte-Modell des Jumpdrive Triton soll im Februar kommen. 16 und 32 GByte sind bereits in der Auslieferung. Der kleinste Stick ist mit 145 beziehungsweise 110 MByte/s allerdings deutlich langsamer. Die Preise liegen bei 70, 110 und 200 US-Dollar für 16, 32 und 64 GByte.  (ase)


Verwandte Artikel:
Sata-SSD: Crucials MX500 liefert viel Leistung pro Euro   
(19.12.2017, https://glm.io/131742 )
Storage: Künftige Ultrabooks mit Hybrid-Festplatten   
(19.10.2011, https://glm.io/87151 )
Cray bringt 224-Gigabyte-Cache für Supercomputer   
(08.04.2002, https://glm.io/19207 )
Lexar: Speicherkarte mit CFast 2.0 und 512 GByte erreicht lesend 525 MByte/s   
(01.02.2017, https://glm.io/125919 )
Club3D: USB-A-Displaylink-Adapter mit 2x HDMI oder 2x Displayport   
(03.07.2017, https://glm.io/128711 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/