Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1201/88930.html    Veröffentlicht: 10.01.2012 11:40    Kurz-URL: https://glm.io/88930

Ubuntu 12.04

Designteam stellt veränderte Systemeinstellungen vor

Das Ubuntu-Design-Team hat Pläne für Änderungen an den Systemeinstellungen veröffentlicht. Ein neues GUI für den Activity-Log-Manager soll für mehr Privatsphäre sorgen.

In einem Konzeptpapier hat das Canonical-Design-Team die geplanten Änderungen an den Systemeinstellungen für Ubuntu 12.04 und die folgenden Ubuntu-Versionen dargestellt. Neue Schnittstellen und aktualisierte Fenster soll es vor allem für die Gnome-3-Komponenten geben, die unter Unity verwendet werden. Die Systemeinstellungen sollen mit Icons erweitert werden, um die Unterschiede zwischen Hard- und Softwareeinstellungen sowie persönliche Optionen besser herauszustellen.

Der Activity-Log-Manager soll über eine neue Schnittstelle konfiguriert werden können. Dort soll er komplett ausgeschaltet werden können, außerdem können die bisher aufgezeichneten Aktivitäten gelöscht werden. Möglich ist das Löschen aller Aktivitäten der letzten Stunde, des letzten Tages, der letzten Woche oder der gesamten aufgezeichneten Chronik. Alternativ zeichnet Zeitgeist in einem bestimmten Zeitraum keine Aktivitäten des Benutzers auf.

Ferner können über das Einstellungsfenster bestimmte Ordner oder Dateien von der Zeitgeist-Erfassung ausgeschlossen werden. Einzelne Anwendungen können ebenfalls selektiert und von den Aufzeichnungen ausgeschlossen werden.

Mehr Multi-Monitor-Unterstützung

Das bisherige Bildschirmdialogfeld wird entfernt. Die dortigen Einstellungen werden auf andere Systemeinstellungen verteilt. Der Schieberegler für die Helligkeitssteuerung wird beispielsweise in die Monitoreinstellungen verfrachtet. Dort können künftig die X- und Y-Werte der Bildschirmauflösung individuell eingestellt werden. Über die Schaltfläche Gather Windows können alle geöffneten Fenster auf den Bildschirm verschoben werden, der das Panel enthält. Dabei werden sie, wenn nötig, an die Bildschirmgröße angepasst.

In den Einstellungen für die Darstellung, die zumindest auf Englisch von Appearance Settings in User Interface umbenannt wird, soll es eine Option geben, den Launcher und das Anwendungsmenü auf externen Bildschirmen darzustellen. Damit soll Ubuntu auch für die Darstellung auf angeschlossenen Fernsehern oder Projektoren optimiert werden.

Ruhezustand nur für zertifizierte Hardware

Die Optionen zum Abdunkeln oder Abschalten des Bildschirms sollen in den Energiesparoptionen untergebracht werden. Dort soll es auch eine Option geben, die Batterieanzeige im oberen Panel auszublenden. Bei nicht von Canonical dafür zertifizierten Rechnern werden die Optionen für das Versetzen in den Ruhezustand ausgeblendet und können nur explizit aktiviert werden. Die Option ist dann auch nicht im Systemdialog des Panels verfügbar.

Das Dialogfeld für das Herunterfahren, Neustarten oder Abmelden soll ebenfalls überarbeitet werden. In dem Konzeptpapier werden drei Mockups gezeigt, die unter anderem auch das Versetzen in den Ruhezustand anzeigen. Auch die Einstellungen für die Barrierefreiheit sollen zwar nicht erweitert, aber nach den Vorgaben der Unity-Oberfläche optisch vereinheitlicht werden.

Umgebaute Audioeinstellungen

Das Dialogfeld für die Audioeinstellungen soll ebenfalls überarbeitet und aufgeräumt werden. So soll beispielsweise die Hardware entfallen, die stattdessen automatisch über den jeweiligen Port erkannt und eingerichtet werden soll.

Ob alle Änderungen in die nächste Ubuntu-Version namens Precise Pangolin einfließen werden, steht noch nicht fest. Die im Konzeptpapier dargestellten Designvorschläge sind mit verschiedenen Prioritäten versehen. Zumindest einige der Optimierungen für den Multi-Monitor-Betrieb sollen erst in spätere Versionen integriert werden.  (jt)


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