Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1201/88902.html    Veröffentlicht: 09.01.2012 17:50    Kurz-URL: https://glm.io/88902

Parrot

AR.Drone 2.0 fliegt höher, genauer und sendet in HD

Parrot hat auf der CES die zweite Generation seiner AR.Drone vorgestellt: einen Quadcopter, der per Smartphone oder Tablet gesteuert wird. Die neue Version kann höher fliegen, lässt sich präziser steuern und verfügt über eine HD-Kamera.

Die AR.Drone 2.0 von Parrot verfügt über eine HD-Kamera (720p) an der Vorderseite, die ihre Bilder live per WLAN auf ein Smartphone oder Tablet sendet. Mit der neuen Smartphone-App AR.FreeFlight 2.0 wird die AR.Drone 2.0 aus der Pilotenperspektive gesteuert. Zugleich können Videos auf dem Smartphone mitgeschnitten werden.

Mit der neuen Funktion "Travelling" sollen sich Kameraflüge leicht realisieren lassen: Dabei macht der Pilot Vorgaben wie vorwärts, seitwärts oder rückwärts. Die AR.Drone 2.0 übernimmt den Rest.

Die Steuerung erfolgt über zwei virtuelle Steuerungsknöpfe: Wird der linke gedrückt, folgt der Quadcopter den Bewegungen des Smartphones vor und zurück sowie nach links und rechts. Über den rechten Steuerknopf wird die Höhe geregelt. Zudem kann darüber der Quadcopter gedreht werden.

Vereinfachte Steuerung

Dank eines 3D-Magnetometers kennt die AR.Drone 2.0 präzise ihre Position in Relation zum Smartphone, so Parrot. Der Pilot dient damit als Referenzpunkt und muss sich nicht länger Gedanken darüber machen, in welche Richtung der Quadcopter ausgerichtet ist. Alle Flugbewegungen werden aus Sicht des Piloten interpretiert: Schickt dieser die AR.Drone 2.0 nach vorne, fliegt sie also von ihm weg, ganz egal in welche Richtung sie gedreht ist.

Alternativ können erfahrene Piloten in den herkömmlichen, relativen Flugmodus umschalten.

Mehr Sensoren

Herzstück der AR.Drone 2.0 ist MEMS, das Microelectromechanical System, dass dem Quadcopter eine hohe Stabilität verleihen soll. Es umfasst einen 3-Achsen-Beschleunigungs-Sensor, ein 3-Achsen-Gyroskop und ein 3-Achsen-Magnetometer sowie einen Drucksensor. Der soll vor allem für eine bessere Höhensteuerung sorgen und ergänzt zwei Ultraschallsensoren, die Höhen bis zu sechs Meter erfasst. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger soll die AR.Drone 2.0 deutlich größere Höhen erreichen können.

Hinter dem Quadcopter ist eine zweite Kamera angebracht. Durch Bildvergleiche kann sie somit die Fluggeschwindigkeit bestimmen.

Geliefert wird der Quadcopter mit zwei Hüllen: Die Hülle für den Außenbereich soll den Luftwiderstand verringern und für höhere Stabilität sorgen. Die zweite Hülle ist für Flüge in Räumen gedacht und schützt vor allem die vier Rotoren. LEDs geben an, wo vorne (grün) und hinten (rot) ist.

Offene Entwicklungsplattform

Softwareentwicklern stellt Parrot unter projects.ardrone.org den Quellcode der Software zur Verfügung. Parrot hofft, dass Apps für andere Plattformen und neue Spiele auf Basis der AR.Drone 2.0 entwickelt werden.

In den USA soll die AR.Drone 2.0 im zweiten Quartal 2012 für 299 US-Dollar auf den Markt kommen. Die Software AR.Freeflight 2.0 soll im Laufe des Jahres für iOS und Android im jeweiligen Appstore zum Download bereitstehen.  (ji)


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