Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1112/88577.html    Veröffentlicht: 21.12.2011 08:38    Kurz-URL: https://glm.io/88577

Head-up-Display

Google-Brille für den computergestützten Blick

Google soll einem Bericht zufolge an einer Brille arbeiten, die mit einem Head-up-Display und der Objekterkennungstechnik Google Goggles ausgerüstet ist. In die natürliche Sicht könnten damit Zusatzdaten eingeblendet werden.

Nach einem Bericht von 9to5Google soll Google in seinem geheimen Forschungslabor X an einer Brille arbeiten, die an ein Android-Handy gekoppelt ist und mit Kamera und Minidisplay ausgerüstet Objekte erkennen und Zusatzinformationen in das Gesichtsfeld des Anwenders einblenden kann.

Google Goggles könnte Vergleichspreise einholen, die beim Betrachten eines Artikel-Barcodes vor dem Auge des Brillenträgers erscheinen. Auch eine Stadtführung mit Erklärungen zu den interessantesten Gebäuden, Geschäften und Monumenten einer Stadt wäre möglich. Mit einer Gesichtserkennung im Rahmen von Picasa und Google+ würden Menschen, die dem Brillenträger bekannt sind, mit Namen und Zusatzinformationen identifiziert.

Erst die Objekterkennung macht die Brille zu etwas Besonderem

Head-up-Displays in Brillen sind nichts grundsätzlich Neues. So kann die Skibrille MOD Live von Recon Instruments über ein Mikrodisplay während der Abfahrt Daten zu Geschwindigkeit, Richtung und Höhe einblenden. Die Technik wird zwar mit der Skibrille verbunden, sieht aber recht klobig aus. Nach Angaben von 9to5Google soll Googles Brille aussehen wie eine etwas dickere konventionelle Brille.

Nach Angaben der Website The Verge zeigt bereits die Android-Version 1.7 von Google Googles, wie die Erkennung von Objekten über die Google-Brille funktionieren könnte. Die Android-App kann kontinuierlich das Bild der Smartphone-Kamera auswerten und nach Objekten, Barcodes und Texten suchen. Bislang musste ein Foto gemacht werden.

Zuvor berichtete die New York Times, dass Google und Apple auch Armbanduhren und Kleidungsstücke mit iOS und Android ausrüsten wollen. Spracherkennungstechnik könnte bei der Steuerung helfen. Die Geräte sollen ebenfalls an Handys gekoppelt werden, die die erforderliche Anbindung ans Internet sicherstellen.  (ad)


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