Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1112/88492.html    Veröffentlicht: 16.12.2011 14:25    Kurz-URL: https://glm.io/88492

So.cl

Microsoft öffnet sein soziales Netzwerk

Microsofts soziales Netzwerk So.cl ist nicht als Großangriff auf Facebook und Google+ angelegt. Dennoch setzt Microsoft auf die gleiche Strategie, mit der Facebook erfolgreich wurde.

Mit So.cl startet Microsoft ein soziales Netzwerk für Studenten. Zunächst ist So.cl nur an einigen wenigen Hochschulen verfügbar, weitere sollen folgen. Das entspricht Facebooks Vorgehen, war Facebook doch anfangs auf die Universität Harvard beschränkt und wurde nach und nach für weitere Universitäten freigegeben.

So.cl ist ein Projekt der Fuse-Labs innerhalb von Microsoft Research und damit ausdrücklich ein Experiment. Es soll Studenten die Möglichkeit geben, mit Gleichgesinnten zu netzwerken und nützliche Informationen schnell zu teilen, um so das Lernen innerhalb und außerhalb der Hörsäle zu verändern.

Zum Start ist So.cl an den US-Universitäten Washington, Syracuse und New York verfügbar. Gedacht ist es vor allem für Studenten, die sich mit Social Media beschäftigen und darüber nachdenken wollen, wie sich das Lernen durch soziale Medien verändern kann. Sie können dazu Einträge mit Elementen wie Fotos, Videos und Text versehen, Studenten mit ähnlichen Interessen finden und Gruppen zu bestimmten Themen einrichten.

Das klingt ganz nach den Grundfunktionen eines sozialen Netzwerks, die unter anderem auch Facebook und Google+ abdecken. So.cl soll sich vor allem durch ein aufgeräumtes Interface unterscheiden. Dabei bezieht So.cl andere Projekte aus Microsofts Fuse-Labs mit ein, darunter das Projekt Montage, mit dem sich Collagen aus Bildern, Videos und Geschichten zusammenstellen lassen.

Microsofts Suchmaschine Bing steht im Zentrum von So.cl, und da grundsätzlich alle Daten in So.cl erst einmal öffentlich sind, werden auch die Suchanfragen standardmäßig mit anderen geteilt. Inhalte können aber auch explizit als privat markiert werden. Videos können in sogenannten Videopartys geteilt und mit anderen gemeinsam angesehen werden.

Letztendlich soll So.cl aber vor allem eine Plattform sein, auf der Studenten ihre eigenen Vorstellungen von einem sozialen Netzwerk umsetzen können. Ausgangspunkt für So.cl. sei die Frage gewesen, wie sich Suchmaschinen verbessern lassen, mittlerweile gehe es eher darum, wie sich Zusammenarbeit und das Knüpfen von Kontakten verbessern lassen, sagte Projektleiterin Lili Cheng.

Die Anmeldung bei So.cl ist nur mit einem Facebook-Account möglich, auch Name und Profilbild bezieht So.cl von Facebook. Standardmäßig werden aber keine Inhalte von So.cl an Facebook weitergegeben.  (ji)


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