Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1112/88341.html    Veröffentlicht: 11.12.2011 14:33    Kurz-URL: https://glm.io/88341

Open Source

HP will weiterhin WebOS-Geräte bauen

HP will auch künftig Geräte mit WebOS entwickeln und vermarkten. HP will WebOS als Open Source freigeben und damit die Zukunft des Betriebssystems sichern, das von Palm entwickelt wurde.

Für die Zukunft hat sich HP vorgenommen, neue Geräte mit WebOS herstellen und vermarkten zu wollen. Vor wenigen Tagen hat HP bekanntgegeben, WebOS als Open Source freizugeben. In einem ersten Schritt will HP den WebOS zugrundeliegenden Code als Open Source freigeben. Drittentwickler, Partner und HP-Ingenieure sowie andere Hardwarehersteller sollen das System erweitern und neue Versionen veröffentlichen. HP will dabei selbst aktiv an der Weiterentwicklung mitarbeiten.

Im Interview mit The Verge hat die neue HP-Chefin Meg Whitman angekündigt, dass es möglicherweise nach dem Touchpad ein neues Tablet mit WebOS von HP geben wird. Whitman wollte sich nicht dazu äußern, welche Geräte mit WebOS von HP direkt kommen werden. Ursprünglich hatte HP einmal Drucker mit WebOS angekündigt, die allerdings nie erschienen sind. Es wäre also denkbar, dass HP diesen Plan wieder aufnimmt, nachdem das Unternehmen im August 2011 Hals über Kopf die WebOS-Hardware-Sparte dichtgemacht hatte.

Allerdings zerstreute Whitman alle Hoffnungen, dass HP nochmals Smartphones mit WebOS anbieten werde. Nach dem hastigen Teilausstieg aus WebOS dürften Mobilfunknetzbetreiber nur wenig Vertrauen in HP setzen und wären somit nicht bereit, erneut eine langfristige vertragliche Vereinbarung mit dem Unternehmen zu schließen.

Laut Whitman könnte es unter Umständen 2012 neue WebOS-Geräte von HP geben. Es ist derzeit aber auch nicht auszuschließen, dass es bis 2013 dauert, bis entsprechende Geräte angekündigt werden können, meint die HP-Chefin. Whitman geht davon aus, dass WebOS vier bis fünf Jahre Zeit brauchen wird, um sich entsprechend auf dem Markt positionieren zu können. Sie betont, dass in Bezug auf WebOS langfristig gedacht werden muss und nicht nur bis zur nächsten Woche, bis zum nächsten Geschäftsquartal oder bis zum nächsten Jahr.  (ip)


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