Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1112/88299.html    Veröffentlicht: 08.12.2011 17:15    Kurz-URL: https://glm.io/88299

Acer

"Wir machen keine billigen, unprofitablen Produkte mehr"

Acer will keine "billigen, unprofitablen" Netbooks mehr anbieten und setzt stattdessen auf Ultrabooks mit höheren Preisen.

Acer-Aufsichtsratschef J.T. Wang hat die neue Richtung des Unternehmens erklärt. Er sagte der Nachrichtenagentur Dow Jones: "Wir verändern unsere Strategie, um unsere Profitabilität zu steigern, statt blindlings den Marktanteil mit billigen und unprofitablen Produkten zu erhöhen."

Ende März 2011 hatte Acer seinen Vorstandschef Gianfranco Lanci entlassen. "Wir müssen unsere Geschäftsstrategie ändern, weil sich die Landschaft der PC-Industrie mit dem Aufstieg der Tablets und vieler verschiedener PC-Betriebssysteme stark geändert hat", sagte Wang kurz vor der Entlassung.

Das Unternehmen hat in den vergangenen zwei Quartalen Verluste erwirtschaftet. Wegen Fehlern in der Buchführung wurden im Juni 2011 hohe Notebook-Lagerbestände gemeldet, auf die Acer eine Abschreibung in Höhe von 150 Millionen US-Dollar vornahm. Acer kündigte zugleich an, in Europa 300 Arbeitsplätze abzubauen. Der taiwanische Konzern war zu dem Zeitpunkt, gemessen an den Stückzahlen, nach Hewlett-Packard der zweitgrößte Computerhersteller der Welt. Wang hatte im August 2011 sogar behauptet, dass der Boom bei Tablets nachlasse. Das Tablet-Fieber sinke und die Kunden interessierten sich wieder mehr für Ultrabooks und Microsofts Windows 8, sagte Wang.

Wang sagte Dow Jones: "Ultrabooks werden unser wichtigster Wachstumstreiber im nächsten Jahr, da die Kunden leichtere, dünnere Notebooks mit längeren Akkulaufzeiten wollen. Der Verkauf von mehr Ultrabooks wird auch dazu beitragen, unsere Gewinnmargen zu steigern, da wir dafür höhere Preise fordern können."

Die Bestellungen für die ersten Ultrabooks erfüllen aber nach einem unbestätigten Bericht nicht die Erwartungen bei Acer. Ursache seien die relativ hohen Preise im Vergleich zu Apples Macbook Air. Acer und Asus würden demnach jeweils bis zum Jahresende 100.000 Ultrabooks ausliefern, erwartet wurden 200.000 bis 300.000.  (asa)


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