Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1112/88174.html    Veröffentlicht: 02.12.2011 17:27    Kurz-URL: https://glm.io/88174

Ubuntu 12.04

Precise Pangolin als erste Alpha veröffentlicht

Canonical hat eine erste Alpha von Ubuntu 12.04 alias Precise Pangolin veröffentlicht. Der Musikplayer Banshee wurde durch Rhythmbox ersetzt, die Entscheidung darüber ist aber noch nicht endgültig.

Mit vorerst wenigen optischen Änderungen haben die Ubuntu-Entwickler eine Alphaversion des für April 2012 geplanten Ubuntu 12.04 veröffentlicht. In der Alpha ist bereits der Linux-Kernel 3.2 in einer Vorabversion enthalten. Als Standard-Musikplayer haben die Entwickler Banshee durch Rhythmbox ersetzt. Welcher der beiden Musikplayer mit Ubuntu 12.04 ausgeliefert wird, ist aber offenbar noch offen.

Erst mit dem aktuellen Ubuntu 11.10 hatten sich die Entwickler bei Canonical für den Musikplayer Banshee entschieden, damals ersetzte er Rhythmbox. Nun soll Rhythmbox wieder als Standard in Ubuntu 12.04 verwendet werden. Allerdings fehlt dort die Unterstützung für den Ubuntu One Music Store. Kritik an Banshee gab es reichlich, denn die Software basiert auf Mono, das ebenfalls aus der Installations-CD der Linux-Distribution entfernt werden soll. Banshee soll langsam starten und zu viel Arbeitsspeicher belegen. Von der Entfernung von Mono ist auch die Notizsoftware Tomboy betroffen. Gegenwärtig diskutieren die Entwickler diesen Schritt jedoch noch. Eine endgültige Entscheidung soll für die erste Beta von Precise Pangolin fallen, die im Frühjahr 2012 erscheinen soll.

Das Software Center ist eine der wenigen Anwendungen, die bereits einige neue Funktionen in der Alpha aufweisen. Dort können mehrere Screenshots von angebotener Software integriert werden. Firefox 9 und Thunderbird 9 sind in einer Vorabversion enthalten. Außerdem wurde ein Release Candidate des Linux Kernel 3.2 integriert.

Precise Pangolin wird im April 2012 als LTS-Version veröffentlicht, erhält in der Desktop- und Serverversion also nach der neuen Richtlinie von Canonical fünf Jahre lang Updates. Die meisten Arbeiten wollen die Entwickler in den Unity-Desktop stecken, der optisch und technisch optimiert werden soll. Außerdem sollen mehr Konfigurationsoptionen eingebaut werden. Die Alphaversion steht auf den Canonical-Servern zum Download bereit.  (jt)


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