Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1112/88134.html    Veröffentlicht: 01.12.2011 10:40    Kurz-URL: https://glm.io/88134

Arduino

Entwicklungssoftware bekommt neue Funktionen

Die Entwicklungssoftware Arduino für die gleichnamigen Open-Source-Platinen ist in der Version 1.0 erschienen. Die neue Version beinhaltet zahlreiche Änderungen an der IDE und neue API-Funktionen. So lassen sich beispielsweise Daten asynchron über die serielle Schnittstelle übertragen.

Das Arduino-Projekt hat seine Entwicklungssoftware in der Version 1.0 veröffentlicht. Arduino 1.0 bringt zahlreiche Änderungen und Verbesserungen sowohl an der Entwicklungsumgebung als auch an den Schnittstellen. Unter anderem wurde das API um die asynchrone Übertragung über die serielle Schnittstelle erweitert.

Die Klasse Softwareserial wurde mit dem Code aus der Bibliothek Newsoftserial des Entwicklers Mikal Hart erweitert und ermöglicht jetzt die Nutzung von gleichzeitigen Instanzen. Zudem werden Daten über den Aufruf serial.print() in einem Puffer gesammelt und im Hintergrund übertragen. Eingehende Daten über die serielle Schnittstelle, aber unter anderem auch über den Ethernet-Port, können mit Hilfe der Bibliothek Textfinder analysiert werden.

Die Ethernet-Bibliothek wurde um die Unterstützung für DHCP und DNS erweitert. Mit der neuen Klasse IPAdress lassen sich IP-Adressen einfacher manipulieren. Das UDP-API wurde überarbeitet und an die anderen Bibliotheken der Entwicklungsumgebung angepasst: Künftig werden versandte Pakete mit den Standardaufrufen write() oder print() konstruiert. Auch die Wire-Bibliothek, verantwortlich für die Kommunikation mit der I2C/TWI-Schnittstelle auf den Arduino-Platinen, verwendet künftig solche Aufrufe.

Für die Arduino-Anwendungen - sogenannte Sketches - wurde die Dateierweiterung ".ino" eingeführt, um Verwechselungen mit der Verarbeitungssoftware zu vermeiden. Beide nutzten zuvor die Erweiterung ".pde". Die IDE erhielt zwei neue Werkzeugsymbole: Über das Checkmark-Icon kann Sketch-Code verifiziert und kompiliert und über das Pfeil-Icon an Arduino-Platinen übertragen werden. Ein Fortschrittsbalken zeigt den aktuellen Stand der Kompilierung und der Übertragung an. Zusätzlich werden der Name der angeschlossenen Platine und die Schnittstelle, über die sie verbunden ist, in der Statuszeile angezeigt.

Arduino 1.0 ist für Windows, Mac OS X und Linux zum Download erhältlich. Außerdem ist der Sourcecode verfügbar. Eine Liste aller Änderungen haben die Entwickler in den Release Notes zusammengefasst.  (jt)


Verwandte Artikel:
US Air Force: Biegbares Arduino-Board für die Uniform oder den Jetflügel   
(12.02.2018, https://glm.io/132721 )
Raspberry Pi: Pixel-Desktop für x86-Prozessoren bietet GPIO-Support   
(03.12.2017, https://glm.io/131459 )
Intel und Up Squared: x86-Prozessor wie einen Arduino programmieren   
(03.11.2017, https://glm.io/130949 )
Arduino: IDE 1.9 implementiert heiß ersehnte Funktion   
(14.10.2017, https://glm.io/130613 )
Olimex Teres-I: Modularer, offener Laptop erschienen   
(13.10.2017, https://glm.io/130595 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/