Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1111/87964.html    Veröffentlicht: 24.11.2011 09:56    Kurz-URL: https://glm.io/87964

Javascript

Microsoft lehnt Googles Dart ab

Microsoft hat einige Erweiterungen für Javascript vorgeschlagen und gleich passende Prototypen veröffentlicht. Googles Ansatz, mit Dart einen Neuanfang zu versuchen, hält Microsoft für den falschen Weg.

Microsoft hält Googles neue Scriptsprache Dart für einen falschen Ansatz. Es bedürfe keines kompletten Neuanfangs in Sachen Syntax und Runtime, um die Probleme von Javascript zu lösen. Es sei durchaus möglich, gemeinsam die Standards für Runtime und Syntax so weiterzuentwickeln, dass Javascript eine Zukunft habe, schreiben Shanku Niyogi, Amanda Silver, John Montgomery, Luke Hoban und Steve Lucco aus Microsofts Javascript-Team in einem Blogeintrag.

Sie machen zudem konkrete Vorschläge für die Erweiterung von Javascript und stellen neue Funktionen in den Bereichen Mathematik, Strings, Nummern und Globalisierung vor, die sie in Form von Referenzimplementierungen über Microsofts HTML5 Labs zum Testen bereitstellen.

Javascripts Mathematikfunktionen erweitert Microsoft um die Funktionen cosh, sinh, tanh, acosh, asinh, atanh, log2, log10, log1p, expm1, sign und trunc - allesamt Basisfunktionen, die in anderen Programmiersprachen schon lange zu finden sind. Gleiches gilt für die Verarbeitung von Strings. Hier schlägt Microsoft die Einführung der Funktionen startsWith, endsWith, contains, repeat, toArray und reverse vor. Zahlen sollen sich künftig mit isFinite, isNaN und isInteger überprüfen und mit toInteger umwandeln lassen.

Das von Microsoft vorgestellte Globalization-API soll den Umgang mit regional unterschiedlichen Zahlen- und Datumsformaten erleichtern. Dabei werden auch alternative Kalender unterstützt.

Microsofts Javascript-Entwickler machen aber deutlich, dass Javascript aus ihrer Sicht angepasst werden muss, um die immer komplexer werdenden Anforderungen moderner Webapplikationen zu erfüllen. Dabei soll aber die Einfachheit, Flexibilität und Geschwindigkeit von Javascript nicht auf der Strecke bleiben.

Microsoft selbst schreibt seine komplexen Javascript-Applikationen in Script# und wandelt sie dann in Javascript um. Ähnlich verfährt Google mit dem Google Web Toolkit, bei dem in Java programmiert wird. Dieser Ansatz erleichtert es, Erweiterungen in der Javascript-Syntax für bestehenden Code zu nutzen. Auch Ansätze wie Coffeescript bieten diesen Vorteil.  (ji)


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