Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1111/87651.html    Veröffentlicht: 10.11.2011 00:58    Kurz-URL: https://glm.io/87651

Greenpace

Apple verbessert sich im Umweltranking auf Platz 4

Die Umweltorganisation Greenpeace lobt in der aktuellen Studie "Guide to Greener Electronics" Apple für seine Bemühungen, gefährliche Materialien aus seinen Produkten zu verbannen. Insgesamt hat Greenpeace 15 große Computerhersteller untersucht.

Greenpeace lobt Apple für sein globales Recyclingprogramm sowie den Verzicht auf PVC und Flammhemmer auf Brombasis in seinen Produkten und das Einhalten der Energy-Star-Richtlinien. Schelte gibt es für fehlende Treibhausgas-Reduktionsziele und den Verbleib von Antimonverbindungen und Beryllium in der Produktion. Außerdem seien noch immer Lieferanten von Apple an illegalen Rodungsaktionen bei der Papierherstellung beteiligt, bemängelt Greenpeace.

HP besetzt nun den 1. Platz im Greenpeace-Umweltranking und ist damit um drei Plätze aufgestiegen. Dell verbesserte sich gar um 8 Plätze und stieg auf Rang 2 auf. Nokia verlor seine Spitzenposition indes und rutschte auf den 3. Platz. Nach Apple an der 4. Stelle folgen Philips, Sony Ericsson, Samsung, Lenovo, Panasonic, Sony, Acer, LG, Toshiba und an letzter Stelle Research in Motion (RIM). RIM ist zum ersten Mal in der Tabelle vertreten.

HP verdrängt Nokia von Platz 1

Nokia verlor seine Position vor allem wegen seiner energieineffizienten Produktion und des geringen Einsatzes von erneuerbaren Energien. HP indes konnte aufgrund reduzierter Emissionen und seines Einsatzes für Klimaschutz in der Gesetzgebung punkten. Dell gewann hinzu, weil sich das Unternehmen verpflichtete, seine Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren und wegen des Einsatzes von erneuerbaren Rohstoffen.

Greenpeace veröffentlicht das Umweltranking seit 2006 und ergänzte den Kriterienkatalog für die Einstufungen der Unternehmen auf einer Skala seitdem stetig. Während zu Beginn vornehmlich auf die Verwendung giftiger Inhaltsstoffe und auf Recyclingmaßnahmen geachtet wurde, kamen später auch der Energieeinsatz und die Energieherkunft dazu.  (ad)


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