Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1111/87600.html    Veröffentlicht: 08.11.2011 11:46    Kurz-URL: https://glm.io/87600

Panasonic Toughpad

Zwei Android-Tablets gegen Staub, Sonne und Wasser

Panasonic hat Daten zu seinen kommenden Tablets mit dem Namen Toughpad A1 und B1 veröffentlicht. Besonders das A1 unterscheidet sich deutlich von der Konkurrenz durch Robustheit, Preis und ein großes 4:3-Display.

Wie Lenovo mit dem Thinkpad-Tablet richtet sich Panasonic mit dem Toughpad A1 an Unternehmenskunden. Panasonic verspricht, Lenovos Gerät an Robustheit und Ausstattung zu übertreffen. So wird das Display des Toughpad A1 matt sein, Lenovos Geschäftskundenangebot spiegelt. Zusätzlich soll eine Beschichtung für bessere Lesbarkeit unter Sonneneinstrahlung und bei künstlichem Licht sorgen. Außerdem gibt Panasonic 500 Candela pro qm als Helligkeitswert an. Die Displaybeleuchtung wird von einem Umgebungslichtsensor gesteuert. Neben der Bedienung mit dem Finger ist auch eine Digitizer-Bedienung vorgesehen. Der Stift wird hinten in das Tablet für den Transport gesteckt.

Display mit dem Seitenverhältnis eines iPads

Für Android-Tablets ungewöhnlich ist das 10,1-Zoll-Display im 4:3-Format mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln, die identisch mit der des iPads ist. Dank Android 3.2 sollte die geringere Auflösung und das andere Seitenverhältnis kein Problem darstellen.

Die Robustheit soll dem IP65- sowie dem Mil-Std-810g-Standard entsprechen. IP65 bedeutet, dass das Gerät staubdicht (Ziffer 6) und gegen normales Strahlwasser aus Düsen (Ziffer 5) geschützt ist. Das Gerät darf sowohl sehr heiß als auch sehr kalt werden. Panasonic warnt davor, das Toughpad dann mit nackten Händen zu bedienen. Benutzt werden kann das A1 in einem Temperaturbereich von -10 bis +50 Grad Celsius. Temperaturschocks sind bis -50 und +93 Grad Celsius möglich. Die maximale Höhe, in der Panasonic noch eine Funktion garantiert, liegt bei 4.570 Metern (15.000 Fuß).

Die Anschlüsse des Toughpads sind geschützt. Vibrationen, die etwa bei einer Nutzung auf Fahrzeugen in einem Dock entstehen können, sollen dem Gerät nichts anhaben können. Zudem wurde das A1 auf Fallhöhen von 1,2 Metern hin getestet.

Großzügige Ausstattung, hoher Preis

Panasonics Toughpads gehören zu den wenigen Tablets, die auch Dual-Band-WLAN anbieten. Neben Samsungs Galaxy Tabs und Apples iPads gibt es im A1 ebenfalls die Unterstützung für 802.11a/n (5 GHz) sowie 802.11b/g/n (2,4 GHz). Optional gibt es außerdem diverse Mobilfunkmodems. Angegeben werden etwa LTE und Wimax sowie das in Nordamerika verbreitete EV-DO (CDMA) und das in Europa gängige HSPA. Bluetooth 2.1+EDR sowie GPS sind Standardkomponenten.

Die Hardwareausstattung beinhaltet ferner einen Dual-Core-Prozessor von Marvell (1,2 GHz), 16 GByte Speicherkapazität, 1 GByte RAM und zwei Kameras (2 und 5 Megapixel). Die hintere 5-Megapixel-Kamera kann zudem eine LED zur Beleuchtung von Objekten nutzen.

Panasonic verlässt sich im Betrieb nicht auf die virtuellen Tasten und bietet fünf Hardwaretasten für die Grundbedienung an. Anschlüsse gibt es für Kensington-Schlösser, Micro-USB, Micro-HDMI, MicroSDHC und für ein Dock.

Schweres Tablet

Mit 950 Gramm gehört Panasonics Toughpad A1 zu den schwersten Tablets im Markt und ist mit 1,78 cm etwas dicker als etwa Lenovos Thinkpad-Tablet. Es hat allerdings auch einen recht großen 34-Wattstunden-Akku, der eine Laufzeit von 10 Stunden bieten soll (100 Candela/qm, Wifi aktiv). Für einen Ladevorgang auf 90 Prozent benötigt das Tablet zwischen 2,5 (abgeschaltet) und 3 Stunden (aktiv). Der Akku kann während eines Einsatzes gewechselt werden, das ist allerdings nicht so einfach wie etwa bei Fujitsus Q550-Tablet-PC. Den Bildern zufolge muss erst eine Bodenplatte abgeschraubt werden, weswegen Panasonic für den Wechsel einen Techniker empfiehlt.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Toughpads. In den USA soll das Toughpad A1 voraussichtlich im Frühjahr 2012 auf den Markt kommen. Die günstigste Variante wird rund 1.300 US-Dollar kosten. Eine dreijährige Garantie ist inbegriffen. Das B1 soll erst im Herbst 2012 folgen. Hier wurde noch kein Preis bekanntgegeben und die bekannten Daten beschränken sich auf das Display mit einer Diagonalen von 7 Zoll in einem Breitbildformat. Die wenigen Informationen zum B1 deuten an, dass Panasonic für das kleine Toughpad ähnliche Zielsetzungen hat wie für das große Toughpad A1.

Nachtrag vom 8. November 2011, 12:10 Uhr

In Deutschland wird das Panasonic Toughbook A1 voraussichtlich etwas mehr als 1.000 Euro kosten. Für die 3G-Variante werden rund 1.200 Euro fällig.  (ase)


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