Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1111/87573.html    Veröffentlicht: 07.11.2011 14:11    Kurz-URL: https://glm.io/87573

Rapid Manufacturing

Platinen aus dem 3D-Drucker

Platinen für Computer könnten in absehbarer Zeit aus dem 3D-Drucker kommen. Der Chef eines 3D-Druck-Dienstleisters aus den USA schätzt, dass die Komponenten in etwa zwei Jahren per Rapid Manufacturing aufgebaut werden.

Computerkomponenten könnten künftig aus dem 3D-Drucker kommen. In anderthalb bis zwei Jahren werden Platinen im Rapid-Manufacturing-Verfahren hergestellt, ist David ten Have, Chef des US-3D-Druck-Dienstleisters Ponoko, überzeugt.

Die Prozesse seien heute ohnehin schon voll automatisiert. Um Platinen aufzubauen, sei zweierlei notwendig, erklärte ten Have in einem Vortrag beim US-Softwarehersteller Autodesk: Das eine sei ein einheitliches Protokoll, mit dem das Design der Platine beschrieben werde. Ein solches Format habe Microsoft etwa mit der Plattform .NET Gadgeteer geschaffen, die aber kein Standard sei. Das zweite sei ein Material, das die 3D-Drucker gut verarbeiten können.

Die Geräte könnten dann die Widerstände, Kondensatoren und Mikroprozessoren auf dem Substrat platzieren. Diese seien allerdings vorgefertigt, betonte ten Have im Gespräch mit dem US-Technologiemagazin Wired. Bis die Mikroprozessoren selbst gedruckt werden, werde es wohl noch eine Weile dauern. Für unmöglich hält er das jedoch nicht. Sie bestünden aus Graphen. Das Material sei geeignet für 3D-Drucker.  (wp)


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