Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1110/87392.html    Veröffentlicht: 31.10.2011 11:33    Kurz-URL: https://glm.io/87392

Google Maps

Einbindung von Googles Karten wird kostenpflichtig

Ab einer bestimmten Zahl von Pageimpressions kostet Google Maps künftig Geld. Eine Premier-Lizenz für das Maps-API ist für Webseitenbetreiber ab 10.000 US-Dollar erhältlich.

Die Nutzung des Google-Maps-APIs auf kommerziellen Webseiten wird künftig kostenpflichtig, wenn über 25.000 Zugriffe am Tag verzeichnet werden. Das hat Thor Mitchell, Product Manager bei Google Maps API, in der vergangenen Woche im Blog des Unternehmens angekündigt. Allerdings wird der Zugang für Anbieter, die das Limit übersteigen, nicht sofort abgeschaltet. "Wir verstehen, dass die Entwickler Zeit brauchen, um ihre Nutzung auszuwerten, um festzustellen, ob sie betroffen sind, und wenn nötig zu reagieren", betonte Mitchell.

Google hatte die Einführung der Bezahlpflicht bereits im April 2011 angekündigt. Pro 1.000 Page Views über dem Limit fordert Google nach Mitchells Angaben rund 4 US-Dollar. Eine Maps-API-Premier-Lizenz ist ab 10.000 US-Dollar erhältlich.

"Wir ziehen in Betracht, den Anbieter zu wechseln, wenn Google nicht von seinem Vorhaben zurücktritt oder besondere Konditionen anbietet", sagte Frederik Vollert, Entwicklungschef der privaten Zimmervermittlungsplattform Wimdu, der Financial Times Deutschland. Wimdu ist eine Unternehmensgründung der Samwer-Brüder, die im Frühjahr 2011 mit 90 Millionen US-Dollar ausgestattet wurde. Google zähle nicht die tatsächliche Nutzung von Google Maps, sondern die Visits der Seite, auf der das API eingebunden ist, berichtete die Zeitung.

Der deutsche Hotel Reservation Service (HRS) will dagegen bei Google Maps bleiben. "Wir haben eine Lizenz erworben und bezahlen bereits für die Einbindung des Dienstes", sagte ein Unternehmenssprecher der Financial Times Deutschland. HRS ist erst vor einem Monat von Microsoft Bing Maps zu Google Maps gewechselt.

Nokia Maps wird es künftig auch für andere Mobiltelefonplattformen geben, um Google Maps anzugreifen. Bisher gibt es Nokias Navigationsdienst nur für die hauseigenen Mobiltelefone, nicht aber für andere Plattformen.  (asa)


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