Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1110/87063.html    Veröffentlicht: 15.10.2011 15:03    Kurz-URL: https://glm.io/87063

iPhone 4S im Test

Sprechende Spielkonsole auf Speed

Das iPhone 4S spricht mehrere Sprachen. Besonders viel Spaß macht die englische Version der Spracherkennung Siri, die sogar auf Heiratsanträge vorbereitet ist. Golem.de hat auch die schnellere Hardware, die Kamera und die neuen Antennen des iPhone 4S getestet.

Das iPhone 4S ist mehr als nur ein iPhone 4 mit neuer Hardware. Zwar hat es einen neuen Prozessor, ein verändertes Display und eine bessere Kamera, doch die wichtigste Neuerung befindet sich im Inneren: die neue Sprachsteuerung Siri. Die ist für nützliche Anfragen genauso gut wie für alberne Spielereien, mit denen wir uns vom Test ablenken ließen.

Für den Test beschränken wir uns auf die Neuerungen, die nur das iPhone 4S betreffen. Wer wissen möchte, was sich mit iOS insgesamt verändert hat, dem empfehlen wir unseren achtseitigen Test zu iOS 5.



Neues Innenleben

Das iPhone 4S ist schnell beschrieben. Es ist ein iPhone 4 mit einem neuen Prozessor, mehr Speicher und neuem Antennendesign. Kleinere Änderungen betreffen das Display, das Bilder jetzt in natürlicheren Farben darstellt. Außerdem gibt es eine neue Kamera mit einem 8-Megapixel-Sensor, die überraschend gute Bilder macht und auf die wir später noch näher eingehen werden.



Robustes Antennendesign und internationale Nutzung

Während unseres Tests stellten wir schnell fest, dass das iPhone 4S wenig oder kaum Signalqualität einbüßt, wenn der Nutzer es in die Hand nimmt. Wer ganz genau hinschaut, stellt fest, dass Apple die Antennen neu angeordnet hat. Es sind jetzt vier statt drei voneinander getrennte Antennensegmente. Beim iPhone 4 mit drei sichtbaren Antennen reduziert sich die Empfangsqualität oft um 10 oder mehr Dezibel, wenn mit der Hand auf der linken Seite zwei Antennen miteinander verbunden werden, wie es beim Telefonieren häufig der Fall ist. Eine Veränderung von 3 Dezibel entsprecht dabei einer Verdoppelung oder Halbierung.

Das iPhone zeigt die Signalqualität normalerweise mit Balken an. Wie bei allen Mobiltelefonen ist diese Anzeige aber ziemlich nutzlos. Denn der Hersteller schummelt hier nach Belieben und die Ergebnisse sind nicht vergleichbar. Beim iPhone wurde das Balkenverhalten sogar einmal verändert. Tests mit der Balkenanzeige sind also nicht aussagekräftig.

Das iPhone betreiben wir daher im sogenannten Field Test Mode. Dieser wird mit einem Anruf aktiviert (Nummer: *3001#12345#*) und kann auch dauerhaft aktiviert werden (Ausschalter gedrückt halten und warten. Bei Abfrage, ob das Telefon abgeschaltet werden soll, loslassen und den Homebutton lange gedrückt halten). In der oberen linken Ecke findet sich dann fast immer eine Dezibelanzeige.

Wir haben im Büro in der Regel mit dem iPhone Werte im mittleren -70er Bereich. Bei fester Umklammerung sinken die Werte in den mittleren -90er Bereich beim iPhone 4. Zwischen 10 und 20 Dezibel Verlust sind also möglich. In schlechten Netzen sorgt dieser Umstand oft für einen Verbindungsabbruch. Das iPhone 4S bleibt da vergleichsweise stabil. Verluste um die 6 dB konnten wir beobachten. Manchmal gab es bei einer festen Umklammerung auch gar keine Verluste. Erst wenn wir an allen vier Trennstellen die Antennen verbanden, war ein Verlust von mehr als 10 Dezibel zu beobachten.

Zur Einordnung der Werte: Das iPhone 4 und 4S können bis zu angezeigten -121 dB noch Verbindungen halten. Eine Anzeige im -50er Bereich ist gleichbedeutend mit einem sehr guten Empfang. Vieles in der Umgebung hat Auswirkungen auf die Empfangsleistung eines Mobiltelefons, unabhängig vom Hersteller. Dazu gehören etwa Mauerwerk und Stahlkonstruktionen, aber beispielsweise auch der Kopf des Nutzers, wenn sich Mobiltelefon und Basisstation auf den gegenüberliegenden Seiten des Kopfes befinden.

Ein Weltphone?

Das iPhone 4S ist theoretisch eines der wenigen Smartphones, die nahezu weltweit eingesetzt werden können. Neben der Möglichkeit, sich in die in Europa üblichen GSM-Netze einzubuchen, kann das neue iPhone auch CDMA-Netze benutzen, die zum Beispiel in Nordamerika oder Japan verfügbar sind. Da wir kein CDMA-Netz in der Nähe haben und das uns einzige bekannte deutsche CDMA-Netz in Köln die falsche Frequenz nutzt (Netcologne, 450 MHz), konnten wir die Funktion nicht testen. Überraschenderweise zeigt unser iPhone 4S den MEID nicht an.

Der Mobile Equipment Identifier ist eine eindeutige Nummer zur Identifizierung von Geräten in CDMA-Netzwerken und das Gegenstück zur IMEI (International Mobile Equipment Identity) in GSM-Netzwerken. In CDMA-Netzen gibt es in der Regel keine SIM-Karten, so dass die MEID die einzige Möglichkeit für einen Netzbetreiber ist, einen Nutzer zu identifizieren, um etwa Telefonieangebote freizuschalten. Wir könnten also nicht in einen Laden des US-Netzbetreibers Verizon gehen und den Mitarbeitern dort sagen, dass wir mit dem iPhone 4S und dessen MEID gerne deren Netz nutzen würden.

Dennoch vermarktet Apple das Smartphone als "World Phone" und erwähnt die genannte Problematik nur in einer Fußnote. Die Deutsche Telekom und Apple haben sich bislang nicht dazu geäußert. Auch der Kundendienst der Deutschen Telekom gibt keine Auskunft darüber.

In GSM-Netzwerken zeigt sich das iPhone 4S wie der Vorgänger recht flexibel. Es ist ein GSM-/Edge-Quadband-Gerät und auch 3G-Netzwerke werden auf vier Frequenzen unterstützt (850, 900, 1.900 und 2.100 MHz). Auffallend, aber für Europa irrelevant, ist das Fehlen des AWS-Bandes (1.700 MHz), das unter anderem T-Mobile USA benutzt. Beim WLAN bleibt Apple bei einer Single-Band-Lösung (802.11b/g/n). Damit sind das iPhone und der iPod touch immer noch die einzigen mobilen Apple-Geräte, die WLAN nicht mit 5 GHz unterstützen. Konkurrent Samsung macht das beim Galaxy S2 besser.



Die Kamera

Eine der größten Änderungen gegenüber dem iPhone 4 betrifft das Kameramodul des 4S. Statt mit 5 Megapixeln werden die Bilder nun mit 8 Megapixeln Auflösung gemacht. Der ungefähr um 30 bis 40 Prozent höhere Speicherbedarf fällt allerdings kaum ins Gewicht. Im Test war keines der Bilder über 2,5 MByte groß.

Deutlich verbessert hat sich die Bildqualität der Kamera. Bei Kunstlichtaufnahmen fällt die natürliche Farbgebung auf, die durch einen besseren automatischen Weißabgleich zustande kommt.

Das Rauschverhalten des rückwärtig belichteten CMOS-Sensors ist etwas besser ausgefallen als beim Vorgängermodell. Dennoch ist ein sichtbares Helligkeitsrauschen schon bei ISO 320 deutlich zu erkennen. Es ist jedoch homogener als beim iPhone 4 und lässt sich nachträglich einfacher entfernen, oft ohne den Verlust von Details.

Bei Landschaftsaufnahmen zeigt sich schnell, dass die neue Kamera mit starken Helligkeitsunterschieden besser zurechtkommt. Ausgerissene Lichter lassen sich kaum erkennen. Bei der Nachbearbeitung können auch die zu dunkel geratenen Bildbereiche aufgehellt werden, um ein gutes Endergebnis zu erhalten.

Im Nahbereich glänzt die 4S-Kamera mit hohem Detailreichtum und guter Schärfe, die nach hinten schnell abfällt und so das Freistellen von kleinen Objekten erleichtert. Wenig überzeugen konnte der Autofokus bei schwach beleuchteten Motiven. Hier verschätzte er sich oft, was sich am Display jedoch kaum feststellen ließ und erst am Rechner auffiel. Insgesamt wurde die Kameraleistung deutlich gesteigert. Dennoch reicht das iPhone 4S nicht an Mittelklasse-Kompaktkameras heran.



Liebesbekundungen und Heiratsanträge für Siri

Die Spracherkennung Siri ist die interessanteste Softwareneuerung beim iPhone 4S. Für Siri muss eine Internetverbindung bestehen, denn die Anfragen werden an einen Apple-Server geschickt. Im Mobilfunkbetrieb ist Siri spürbar langsamer als mit einer WLAN-Anbindung. Das liegt aber nicht an der Datenmenge. Selbst ein längerer Satz entspricht nur etwa 40 KByte im Upload. Um Siri und die Funktionsweise zu verstehen, haben wir mit Siri sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch gesprochen und uns dabei oft amüsiert.

Verschmähte Liebe

Die Dame Siri musste in der Redaktion von Golem.de einiges über sich ergehen lassen. Die Entwickler der Software bewiesen bei den Antworten viel Humor. Man kann mit Siri schimpfen, ihr die Liebe erklären oder Heiratsanträge machen. Heiratsanträge werden mitunter mit technischen Argumenten abgelehnt. Siri begründet sie mit dem End User License Agreement. Von einer Heirat sei da nichts zu finden. Und wenn der Antragsteller nach dem "Warum" fragt, teilt Siri mit, dass sie sich dazu nicht äußern wolle.

Sehr viel Spaß hatten wir auch, als wir Siri mit ein paar Geeksprüchen konfrontierten. Auf die Aufforderung "Beam me up, Scotty" fragte Siri "3G or Wifi?". Wir erfuhren außerdem, dass Beamen nicht möglich sei, wenn der Tricorder im Airplane Mode sei. Es gibt noch zahlreiche andere Antworten, zum Beispiel: "Energize!".

Mit Sicherheit lässt sich von Siri noch viel mehr entlocken. Auch auf Zitate aus Filmen wie 2001 ("Open the pod bay doors") gab es entsprechende Reaktionen. Das Repertoire ist erstaunlich groß. Es lohnt sich auch, bestimmte Sätze mehrmals zu wiederholen.

Siri kann noch viel mehr, als auf alberne Sprüche zu reagieren. Allerdings gilt: Mit Siri sprechen macht auf Englisch einfach mehr Spaß.

Siri hilft

Beim Vergleich der deutschen mit der englischen Spracherkennung durch Siri stellten wir fest, dass Siri in der deutschen Sprache weniger erfahren ist als in der englischen. Dabei gab es zwei Fehlerarten. Manchmal werden Wörter von Siri nicht verstanden. Dann muss der Anwender es noch einmal probieren. Frustrierend ist allerdings, dass Siri viel korrekt versteht und auch wiederholen kann, aber die Bedeutung nicht erkennt.

Auf die Frage "Was ist ein Pfund?" schlägt Siri vor, die Websuche zu nutzen. Dabei wird die gesamte Phrase als Suchanfrage eingegeben. Im Englischen ("What is a pound?") wird nicht nur das Pfund vom Satz getrennt, sondern Wolfram Alpha benutzt, um ein Suchergebnis direkt zu liefern. Eine sehr nützliche Funktion.

Ähnlich sieht es bei der Suche nach Orten aus, die lediglich als Navigation und Suche nach interessanten Orten (Points of Interest) in den USA unterstützt wird. Das deutsche Siri blockt hier vollständig. Der Versuch, in deutscher Sprache nach einem Restaurant in San Francisco zu suchen, scheitert. Wer Siri hingegen auf Englisch befragt, kann sogar bis auf den genauen Straßennamen die Suche eingrenzen. Einen Pizzaladen in der Nähe der Market Street in San Francisco zu finden, stellt somit kein Problem dar.

Diese beiden Fälle sind beispielhaft für das deutsche Siri. Die englischen Ergebnisse waren fast immer deutlich besser. Wir haben uns beim Test auf US-Englisch beschränkt. Australisches oder britisches Englisch standen auch zur Auswahl. Ein gespielter indischer Akzent war kein Problem für Siri. Spaß macht Siri aber auch in deutscher Sprache. Wer jedoch erfahren hat, was im Englischen bereits möglich ist, wird vom deutschen Ergebnis enttäuscht sein.

Auch bei der Musikauswahl per Sprachsteuerung gibt es in der deutschen Version von Siri Probleme. Sie gleichen denen, die wir auch beim Test des iPhone 3GS entdeckten. Wer überwiegend Musik aus anderen Ländern hört, muss seine Aussprache anpassen. Alanis Morissette muss beispielsweise mit deutscher Betonung ausgesprochen werden, damit Siri die Künstlerin erkennt. In der englischen Version wurde dagegen der Künstler Socalled nicht erkannt. Statt seine Songs abzuspielen, wollte Siri regelmäßig Anrufe durchführen.

Sehr gut funktioniert das Diktieren von Texten in Anwendungen. Wer will, kann das mit Siri machen, dann allerdings nur für kurze E-Mails oder Kurznachrichten (SMS, iMessage). Für längere Texte wird ein Mikrofonsymbol in der Tastatur angezeigt.

Zwischen den Sprachen kann anwenderfreundlich mit wenigen Klicks umgeschaltet werden. Beim Diktieren geht das durch ein Drücken auf das Weltsymbol. Für Siri muss der Anwender die Systemeinstellungen aufrufen. Die Siri-Sprachumstellung funktioniert ohne Verzögerung und unabhängig von den Systemspracheinstellungen.

Laute Umgebungen stören

Wenn Siri mehr als nur die eigentliche Nutzerstimme hört, versagt gelegentlich die Erkennung des Befehlsendes. Siri hört dann Gesprächen anderer zu und erkennt nicht, dass die Eingabe beendet wurde. Der Anwender kann das verhindern, indem er die Eingabe mit einem Antippen beendet. Beim Diktieren ist das sogar Pflicht.

Die deutsche Version von Siri ist sehr gut, auch wenn die englische Version um Längen besser funktioniert. Wer die englische Sprache gut beherrscht, sollte auch diese Version ausprobieren. In Zukunft wird Apple die verschiedenen Sprachversionen von Siri vermutlich weiterentwickeln, um Routenplanung zu ermöglichen oder nach Restaurants in anderen Ländern als in den USA zu suchen.

Benchmarks, schneller Grafikchip mit kleinem Display

Im Geekbench ist das iPhone 4S fast doppelt so schnell wie sein Vorgänger. Das iPhone 4 schafft 367 Punkte, das iPhone 4S 616 Punkte. Übrigens ist ein iPad 2 im Geekbench mit 758 Punkten noch ein wenig schneller als das iPhone 4S. Beim Sunspider-Benchmark kommt das 4er Modell auf 3.550 ms. Das neue Gerät schafft die Aufgabe in nur 2.258 ms.

Der Grafikkern wurde auch verbessert. Am Spiel Infinity Blade ist das besonders gut zu erkennen. Die Bildrate ist gestiegen und zusätzlich wurde die Grafikqualität angehoben. Infinity Blade sieht auch auf dem iPhone 4S genauso gut aus wie auf dem iPad 2.

Beim Test mit Spielen haben wir bemerkt, dass das iPhone 4S etwas wärmer wird als ein iPhone 4. Der Verdacht liegt nahe, dass das Mehr an Rechenleistung den Akku stärker belastet. Mit Infinity Blade war nach einer halben Stunde der Akku beim iPhone 4S auf 82 Prozent runter. Der Vorgänger hatte noch 85 Prozent. Bei Spielen hat die Rechenleistung also durchaus Nachteile, wenn auch nicht in dem Maße, wie wir befürchtet hatten. Anschließend haben wir ein älteres 720p-Video in iMovie geladen, einmal abgespielt und herausgerendert. Auch hier geht viel Akkuzeit verloren (jeweils 6 Prozentpunkte). Allerdings war das Encoding des Videos in das 540p-Format fast eine Minute schneller (2:55 versus 3:45 Minuten).

Die Rechenleistung des Dual-Core-Prozessors kommt allen Anwendern zugute. Das iPhone 4S fühlt sich einfach schneller an. Sei es beim Start der Kamera, den Anwendungen oder bei Berechnungen. Der Grafikchip und dessen Leistung werden aber durch das Display begrenzt. Es ist einfach zu klein, um die bessere Spielegrafik zu genießen. Aber Apple hat dies bereits bedacht.

Vom Spielehandheld zur Konsole

Apple hat mit iOS 5 eine Infrastruktur geschaffen, die traditionellen Konsolenherstellern gefährlich werden könnte. Voraussetzung ist ein Apple TV und ein Spiel, das Airplay-tauglich ist. Dann kann das Spielgeschehen beispielsweise auf den Fernseher übertragen werden und das iPhone 4S wird auf Statusmonitor und Eingabegerät reduziert.

Da die Rechenleistung des iPhone 4S nun beinahe auf dem Niveau des iPad 2 liegt, hat Apple nun sowohl ein Tablet als auch ein Smartphone im Angebot, welche schnell genug sind, um auch grafisch ansprechende Spiele auf einen Fernseher zu übertragen.

Das ist eigentlich keine neue Idee. Nintendo macht das schon seit Jahren und hatte beispielsweise bereits den Gameboy Advance mit dem Gamecube verbunden, um sowohl auf dem Fernseher als auch auf dem Handheld Informationen darzustellen. Allerdings nutzten nur wenige Spiele diese Möglichkeit bei Nintendo.

Das Potenzial von iOS 5 ist sehr groß. Noch ist das Angebot von Spielen, die per Airplay sinnvoll genutzt werden können, äußerst gering. Real Racing 2 gehört zu diesen Spielen.

Im Vergleich zu den Konsolen ist Apples Spieleangebot allerdings ziemlich teuer. Schließlich müssen pro Controller Preise um die 700 Euro gezahlt werden.

Verfügbarkeit und Fazit

Das iPhone 4S wird bereits seit Freitag, dem 14. Oktober 2011 verkauft, ist teilweise aber schwer zu bekommen. Der Preis ohne Vertrag beträgt 630 Euro für das 16-GByte-Modell. Doppelt so viel Speicher gibt es für 740 Euro und 850 Euro kostet unser Testmuster mit 64 GByte Speicherplatz. Das iPhone 4S ist sowohl in Schwarz als auch in Weiß erhältlich.

Fazit

Wird nur die reine Hardware betrachtet, lohnt sich eine Neuanschaffung nicht für alle Nutzergruppen. Wie bei vorherigen iPhones gilt auch hier: Käufer der letzten Generation brauchen das 4S nicht. Allerdings sind die Unterschiede zwischen 4 und 4S deutlicher als beispielsweise zwischen 3G und 3GS. Siri ist durchaus ein verlockendes Angebot, 64 GByte Speicher als Maximum eigentlich längst überfällig.

Die Mehrleistung des Prozessors sehen wir nicht als Wechselgrund. Selbst ein iPhone 3GS ist noch recht schnell. 3GS-Besitzer, die gute Bilder haben wollen, haben jetzt erst recht einen Grund zum Wechsel. Einige Probleme, die das iPhone 4 mit großen Helligkeitsunterschieden hatte, sind jetzt behoben worden.

Insgesamt hat Apple mit dem iPhone 4S ein solides Mobiltelefon auf den Markt gebracht, das ein paar Unzulänglichkeiten des Vorgängers beseitigt und vor allem durch seine Software Interesse weckt. Es handelt sich beim iPhone 4S eher um ein gereiftes Gerät und nichts bahnbrechend Neues. Wer noch kein iPhone und Interesse an der iOS-Plattform hat, der sollte zum 4S greifen. Die weiterhin im Handel verfügbaren Modelle 3GS und 4, die nun als Spar-iPhones verkauft werden, lohnen sich nicht.  (ase)


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