Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1110/86900.html    Veröffentlicht: 07.10.2011 14:28    Kurz-URL: https://glm.io/86900

Swype

Nuance kauft Hersteller virtueller Tastaturen

Nuance lässt sich Swype rund 150 Millionen US-Dollar kosten, um künftig die virtuellen Tastaturen für Touchscreens anbieten zu können.

Nuance hat den Hersteller virtueller Tastaturen Swype für 100 Millionen US-Dollar bis 150 Millionen US-Dollar gekauft. Das berichtet das Blog des Wall Street Journals All Things Digital unter Berufung auf informierte Kreise. Auch Techcrunch-Gründer Michael Arrington will von der Übernahme erfahren haben. Nuance und Swype haben den Kauf bislang noch nicht bestätigt. Eine offizielle Bekanntgabe wird noch für den heutigen 7. Oktober 2011 erwartet.

Swype hatte im Juli 2011 in einer neuen Finanzierungsrunde 3,5 Millionen US-Dollar erhalten. Zu den Geldgebern gehörten auch die Investorsparten von Samsung, Nokia und des japanischen Mobilfunkbetreibers NTT Docomo.

Swype wurde 2002 von T9-Erfinder Cliff Kushler gegründet. Das Unternehmen mit Sitz in Seattle hat 80 Beschäftigte. Die Software soll auf 100 Millionen Geräten installiert sein und läuft unter Meego, Android, Bada, Symbian und Windows Mobile. Im Gegensatz zum üblichen Tippvorgang wird bei Swype der Finger oder der Eingabestift nicht abgesetzt, sondern über die Buchstaben der Tastatur geführt. Swype verwendet eine Korrektur und ein Sprachmodul, um das richtige Wort zu erkennen. Laut Hersteller ist die Erkennung von über 50 Wörtern pro Minute erreichbar.

Im Juli 2011 wurde Iswype als alternative Tippfunktion auch für das iPhone vorgestellt. Entwickler Andrew Liu stellte Iswype vor, das kein offizielles Produkt der Firma Swype, sondern ein Nachbau war und einen Jailbreak erforderte.

Nuance, der Hersteller der Spracherkennungssoftware Dragon Naturally Speaking und Macspeech, hat derzeit einen Börsenwert von rund 7 Milliarden US-Dollar.

Nachtrag vom 7. Oktober 2011, 15:11 Uhr

Nuance hat die Übernahme bestätigt. Wie das Unternehmen mitteilte, lag der Kaufpreis bei 102,5 Millionen US-Dollar.  (asa)


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