Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1109/86752.html    Veröffentlicht: 29.09.2011 18:33    Kurz-URL: https://glm.io/86752

Gibson Firebird X

Hightech-Gitarre mit eigenem App-Store

Nach Smartphones und Tablets bekommen jetzt auch Gitarren einen App Store: Auf Gibsons lang erwarteter Firebird X können Gitarristen Software von externen Anbietern installieren.

Der US-Musikinstrumentenhersteller Gibson bringt am 30. September 2011 seine Hightech-Gitarre Firebird X auf den Markt. Das Instrument wurde bereits vor gut einem Jahr angekündigt.

Mehr Technik

Von der Form her ist das Instrument eine Firebird, die Gibson seit den frühen 1960er Jahren produziert. Technisch unterscheidet es sich jedoch von den Vorgängern.

Das zeigt sich schon vor dem Spielen: Die Firebird X muss nicht gestimmt werden - das Instrument verfügt über den Robohead der vierten Generation, der für die richtige Stimmung sorgt. Das System ermöglicht es dem Spieler, über einen Einstellknopf im Nu die Tonlage des Instruments zu ändern. 2007 hat Gibson die erste selbststimmende Gitarre vorgestellt.

Bluetooth-Schnittstelle

Auch das lästige Anschließen von Effektgeräten mit Kabeln fällt weg. Die Firebird X verfügt über eine Bluetooth-Schnittstelle, über die die Wah-Wah, Verzerrer und andere Effekte drahtlos angesprochen werden. Das Gerät verfügt zudem über einen Prozessor, der für Effekte sorgt, sowie über einen Vorverstärker.

Wem das von Gibson gelieferte System zur Tonverarbeitung nicht gefällt, der kann über eine Schnittstelle ein eigenes auf der Gitarre installieren. Gibson will sogar ganz zeitgemäß einen App Store einrichten, über den Entwickler eigene, für die Gitarre geschriebene Software anbieten können.

Gitarre mit Akku

Nachteil: Die ganze Technik im Instrument braucht auch Strom. Den liefert ein Akku, der in die Gitarre integriert ist. Er limitiert die Spielwut der Gitarristen: Nach etwa zwei Stunden muss das Instrument an die Steckdose.

Gibson bringt die Firebird X in einer limitierten Auflage von 1.800 Stück auf den Markt. Das Instrument, das es mit einem roten oder einem blauen Korpus gibt, soll knapp 5.600 US-Dollar kosten.  (wp)


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