Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1109/86629.html    Veröffentlicht: 23.09.2011 12:11    Kurz-URL: https://glm.io/86629

Test

Base Lutea 2 hat viel Platz auf dem Homescreen

Das Lutea 2 von Base ist mit einem großen Display ausgestattet, hat aber nur einen Einkernprozessor mit schwachen 800 MHz. Trotz einiger Schwächen ist das Android-Smartphone der Mittelklasse preislich in Ordnung.

Unter dem Namen Lutea 2 bietet Base ein Smartphone mit 4,3-Zoll-Display an. Es wird vom chinesischen Hersteller ZTE gefertigt und basiert auf dessen Smartphone Skate mit einigen Erweiterungen. Als Betriebssystem läuft Android 2.3.4 alias Gingerbread ebenfalls mit einigen eigenen Anpassungen, etwa der Tastaturbedienung per Fingerwisch. Das Mittelklasse-Smartphone wird im Rahmen eines Vertrages bei Base angeboten. Der Einzelpreis beträgt dort 240 Euro.

Auffallend ist das große Display, das 4,3 Zoll in der Diagonalen misst und eine Auflösung von 480 x 800 Bildpunkten hat. Das Panel wird durch eine Glasabdeckung geschützt. Die Farben werden satt dargestellt und dank des großen Displays bleibt viel Platz auf dem Homescreen. Die Abmessungen des Smartphones betragen 125,9 x 67,8 x 10,7 Millimeter. Das Lutea 2 wiegt 136 Gramm.

Zurück-Taste mit Benachrichtigungsfunktion

Die Funktion der Zurücktaste wurde erweitert: Bei Benachrichtigungen über eingegangene Mails oder Termine blinkt die Schaltfläche in Grün, beim Systemstart und während des Aufladens in Rot. Alle Tasten sind beleuchtet.

Das Layout des Homescreens stammt direkt aus dem ursprünglichen Android, dort wurden keine Änderungen vorgenommen. Die virtuelle Tastatur hingegen wurde mit einer Funktion ausgestattet, die Eingaben per Fingerwisch erlaubt und nur mäßig funktioniert. Um Swype handelt es sich dabei laut E-Plus nicht.

Da der Annäherungssensor nicht korrekt funktionierte, gab es Schwierigkeiten, damit PIN-Nummern über die Tastatur einzugeben. Der Bildschirm bleib meist auch in der Hand dunkel oder flackerte kurz auf. Erst beim Berühren des Displays mit einem weiteren Finger konnte das Bedienfeld der Telefonapplikation genutzt werden.

In dem Smartphone steckt ein Qualcomm-Chipsatz MSM7227T mit einem ARM-11-Prozessorkern (ARM1136EJ-S). Der im Vergleich schwache Prozessor mit 800 MHz macht sich vor allem beim Scrollen im Browser oder im Android Market bemerkbar. Der Bildaufbau ist oft zögerlich. Auch beim Abspielen von Youtube-Videos im 480p-Format kam es zu Rucklern. Der interne Speicher wird mit 1 GByte beziffert, von dem laut der Applikation Android Systeminfo 162 MByte frei sind. Der Arbeitsspeicher wird mit 512 MByte angegeben.

Mäßige Akkuleistung

Das Lutea 2 verbindet sich lediglich über den älteren WLAN-Standard 802.11b/g mit dem Netzwerk. GSM-Verbindungen schafft das Smartphone im Quadband-Bereich, UMTS (HSPA) im Dualband-Bereich (900 und 2.100 MHz). Außerdem kann das Gerät per Bluetooth 2.1 Verbindungen etwa mit Freisprecheinrichtungen aufnehmen.

Der mitgelieferte Lithium-Polymer-Akku hat eine Kapazität von 5,2 Wattstunden. Die Akkulaufzeit stellte sich bei dem zur Verfügung gestellten Gerät als unterdurchschnittlich heraus; bei intensiver Nutzung, sprich Spielen, Surfen und Musikhören, hielt er weniger als einen halben Tag durch. Das mitgelieferte Ladegerät ist leicht und kompakt. Daran wird das ebenfalls beiliegende Mikro-USB-Kabel angesteckt.

Ordentliche Kamera und Sprachqualität

Die 5-Megapixel-Kamera samt LED-Blitz und Autofokus des Lutea 2 macht ordentliche Fotos. Die Kameraeinstellungen entsprechen denen aus dem Standard-Android: Es gibt fünf feste Einstellungen für den Weißabgleich und einige Effekte, etwa Sepia. Videos nimmt die Kamera in einer maximalen Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln auf. Sie können im Mpeg4- oder H264-Format abgespeichert werden. Eine Kamera auf der Vorderseite für die Videotelefonie gibt es nicht.

Die Sprachqualität des Geräts ist in Ordnung, der Klang wirkte allerdings etwas verzerrt.

Verfügbarkeit und Fazit

Base bietet das Lutea 2 im Rahmen des Tarifs "Mein BASE" an, der eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten beinhaltet. Die monatliche Rate von 17 Euro beinhaltet eine Datenflatrate, die ab einem Datenvolumen von 500 MByte gedrosselt wird. Alternativ können Kunden das Gerät auch ohne Vertrag für 240 Euro bei Base erwerben.

Mit dem großen Display und dem geringen Gewicht kann das Lutea 2 punkten. Der schwache Prozessor macht sich zwar beim Scrollen und bei der Wiedergabe von Youtube-Videos bemerkbar, spielt aber beispielsweise beim Start von Anwendungen kaum eine Rolle. Die unterdurchschnittliche Akkuleistung hingegen macht sich bald bemerkbar. Wer mit diesen Schwächen leben kann, bekommt für den Preis ein ordentliches Gerät.  (jt)


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