Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1109/86586.html    Veröffentlicht: 21.09.2011 16:25    Kurz-URL: https://glm.io/86586

Geldgrab

Bing macht pro Quartal 1 Milliarde Dollar Verlust

Microsoft verliert mit Bing sehr viel Geld. Erst eine Verdopplung des Marktanteils brächte die Suchmaschine in die Gewinnzone, wofür es keinerlei Anzeichen gibt.

Microsofts Bing verliert in jedem Quartal 1 Milliarde US-Dollar. Das berichtet das Magazin CNN Money unter Berufung auf Bilanzen des Softwareunternehmens. Die Suchmaschine Bing ist seit Juni 2009 online. In dieser Zeit hat Microsoft laut CNN Money mit Bing 5,5 Milliarden US-Dollar verloren.

Stefan Weitz, Microsofts Director für Bing, sagte: "Wir stehen vor der Herausforderung, dass niemand morgens beim Aufstehen sagt 'Ich wünschte wirklich, es gäbe eine bessere Suchmaschine'."

Nach Angaben der Reichweitenerfassung von Comscore hat Bing derzeit einen Marktanteil von 14,7 Prozent, kurz nach dem Start kam die Microsoft-Suche auf 8,4 Prozent. Dem Weltmarktführer Google konnte Bing aber fast keine Anteile abnehmen: Google erreicht 64,8 Prozent des Marktes. Zur Zeit des Bing-Starts lag Google bei 65 Prozent. Bing gewann seine Marktanteile von seinem Kooperationspartner Yahoo, von Ask.com und AOL.

Mehrere Analysten gehen laut CNN davon aus, dass Bing einen Marktanteil von 25 Prozent bis 30 Prozent benötigt, um profitabel zu arbeiten. Auch wenn Bing bessere Suchergebnisse als Google lieferte, kämpfe Microsoft gegen die Gewohnheit der Mehrheit der Internetnutzer an, die Informationen "googeln". Das Bing-Team erklärte im Mai 2011, die Ergebnisse der Suchmaschine durch eine immer engere Facebook-Anbindung zu verbessern. Vor Finanzexperten erklärte Microsofts President Online Services, Qi Lu, in der vergangenen Woche im kalifornischen Anaheim, die Verbindung von Bing zu verschiedenen Microsoft-Produkten und die Partnerschaften mit anderen Unternehmen würden helfen, bessere Suchergebnisse als die Konkurrenz zu liefern.  (asa)


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