Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1109/86247.html    Veröffentlicht: 06.09.2011 11:39    Kurz-URL: https://glm.io/86247

Neuer Roomba

Roboter sieht Staub

Der Staubsaugerroboter Roomba hat neue Sensoren erhalten. Dadurch soll er schmutzige Stellen besser erkennen und säubern, wie iRobot-Chef Colin Angle im Gespräch mit Golem.de erklärt.

Das US-Unternehmen iRobot stellt auf der Internationalen Funkausstellung eine neue Version seines Staubsaugerroboters vor (Halle 5.1, Stand 106). Im Gespräch mit Golem.de erläutert iRobot-Gründer und -Chef Colin Angle die Neuerungen der Roomba-700er-Serie.

Gute Putzmaschine

"Wir arbeiten beständig daran, aus dem Roomba eine gute Putzmaschine zu machen, nicht einfach nur einen coolen Roboter oder ein Gadget", sagte Colin. Wenn es technische Fortschritte gebe, würden diese in den Roboter integriert. Deshalb verfügten die Roombas über eine Reihe neuer Merkmale, die es ihnen ermöglichten, besser sauberzumachen.

Statt einfach nur den Raum abzufahren und überall gleichmäßig zu säubern, könne der neue Roomba erkennen, wo welcher Schmutz liege. Sei eine bestimmte Stelle auf dem Fußboden besonders schmutzig, gehe der Roboter nicht mehr darüber hinweg wie über den Rest des Bodens, sondern bleibe so lange dort, bis die Stelle sauber sei. Wenn ein Mensch putze, widme er sich solchen Stellen ja auch intensiver als dem Rest, sagt Angle.

Akustische und optische Sensoren

Roomba spürt Staub mit einer neuen Sensorik auf. Dirt Detect Series 2 heißt das System. Mit einem akustischen Sensor erfasst der Roboter, wenn Schmutz in den Behälter gesogen wird. Das funktioniere mit festen Partikeln wie Sand oder kleinen Steinchen natürlich besser als mit weichen Flusen. Deshalb sei der Roomba zusätzlich mit einem optischen Sensor ausgestattet worden, der Staubansammlungen erkennen könne. "Wenn die beiden im Tandem arbeiten, haben wir ein sehr viel empfindlicheres System, um schmutzige Stellen zu erkennen", sagt Angle. "Der Roboter sieht den Schmutz und bleibt, bis der weg ist."

Verbessert worden sei nicht nur die Lokalisierung, sondern auch der Reinigungsmechanismus an sich. Das gelte für das Säubern glatter Böden sowie für das Entfernen von Tierhaaren. "Einige unserer treuesten Kunden sind Tierhalter, weil Tiere täglich Haare verlieren", erzählt Angle. "Wie bei allen Staubsaugern neigen Tierhaare dazu, in den Bürsten hängenzubleiben. Die neue 700er Serie schafft es besser, die Haare von den Bürsten herunterzubekommen und sie in den Staubbehälter einzusaugen." Entsprechend sei die Pflege des Roboters für die Tierhalter einfacher geworden.

Staub filtern

Schließlich habe der Roboter einen Schwebstofffilter (High Efficiency Particulate Airfilter, Hepa-Filter) bekommen, um sicherzustellen, dass der Staub nicht wieder entweichen könne. Das verbessere nicht nur das Ergebnis der Reinigung, sondern solle auch Allergieanfälle verhindern.

Die 700er Serie besteht aus den Staubsaugerrobotern Roomba 770 und Roomba 780. Letzterer kostet 630 Euro, Ersterer ist für 550 Euro zu haben. Die beiden Modelle unterscheiden sich im Wesentlichen durch die mitgelieferten virtuellen Sperren: Modell 780 verfügt über die Virtual Wall Lighthouses, die den Roboter erst nach der kompletten Reinigung eines Zimmers ins nächste Zimmer lassen. Der Roomba 770 hingegen hat nur eine Virtual Wall, einen Infrarotsender, mit dem der Arbeitsbereich des Roboters abgegrenzt wird.  (wp)


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