Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1109/86154.html    Veröffentlicht: 01.09.2011 18:42    Kurz-URL: https://glm.io/86154

Asus Mars II

Grafikmonster ist leiser und schneller als erwartet

PC Games Hardware hat eines der raren Exemplare von Asus' Grafikkarte Mars II mit zwei GF110-GPUs bei vollem Takt getestet. Das Ergebnis: Die neue schnellste Grafikkarte der Welt bricht alle Rekorde, auch im Negativen.

Bis zu 666 Watt mit dem synthetischen Benchmark Furmark kann die Mars II festnehmen, stellt der Test von PCGH fest. Das ist jedoch nur ein theoretischer Wert. Beim Spiel Battlefield: Bad Company 2 sind es mit 449 Watt über 200 Einheiten weniger. Ein immer noch extremer Wert, eine entdrosselte Radeon HD 6990 kommt dabei allerdings auch schon auf 374 Watt.

Im Windows-Betrieb ohne Last benötigt die Mars II jedoch unverhältnismäßige 77 Watt. PC Games Hardware hat bei seinen Tests jeweils die Leistungsaufnahme der Grafikkarte alleine gemessen, nicht das Gesamtsystem. Ein kompletter, moderner PC mit Sandy-Bridge-CPU und sparsamer Grafikkarte kann deutlich unter den 77 Watt dieser Grafikkarte liegen.

Für so viel Strom gibt es aber auch konsequente Leistung, die alle anderen Kombinationen schlägt. Bis zu 30 Prozent schneller als Nvidias Doppel-GPU-Karte Geforce GTX 590 kann die Mars II sein. Die Radeon HD 6990, AMDs Flaggschiff, liegt gegenüber der Asus-Karte um rund 20 Prozent zurück.

Dabei fiel besonders die unerwartet geringe Lautstärke ohne Last auf: Mit nur 0,4 Sone ist die Mars II leiser als die Referenzdesigns von Doppel-GPU-Karten der Chiphersteller. Bei praktischen Spieletests ist sie dann auch leiser als die Radeon HD 6990, aber lauter als die GTX 590. Überhitzungsprobleme traten im Test nicht auf.

Da die Grafikkarte auf 999 Exemplare weltweit limitiert ist, sind die Geräte trotz erster Listungen bei Hardwareversendern äußerst rar und in der Regel schon ausverkauft. Ab rund 1.250 Euro rufen die Händler derzeit für eines der Grafikmonster auf. Auf eBay gibt es auch schon vereinzelte Angebote, deren Startpreis deutlich darüber liegt. Aktuelles Beispiel: knapp 1.500 Euro für eine Spielegrafikkarte.  (nie)


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