Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1108/86102.html    Veröffentlicht: 31.08.2011 15:43    Kurz-URL: https://glm.io/86102

Literaturverwaltung

Betaversion von Zotero 3 veröffentlicht

Die Literaturverwaltung Zotero 3 liegt jetzt als Beta vor. Zotero 3 kommt nicht nur als Browsererweiterung, sondern auch als eigenständiges Programm. Toolleisten für Textverarbeitungsprogramme sind ebenfalls mit im Paket.

Die Verwaltung und Verwendung von Literaturquellen gehört für Studenten und Wissenschaftler zum Alltagsgeschäft. Das in den USA an der George-Mason-Universität entwickelte Open-Source-Literaturverwaltungsprogramm Zotero bietet eine kostenlose, plattformübergreifende Alternative zum Marktführer Endnote. Die aktuelle Version 3 von Zotero steht als Beta zum Download bereit. Die wichtigste Neuerung stellt dabei eine eigenständige Ausführung des Programms dar.

Die eigenständige Version von Zotero ermöglicht es, den Datenbestand der Literaturdatenbank unabhängig vom jeweils verwendeten Browser zu bearbeiten. Die Bedienoberfläche ist nicht mehr auf die Größe des Browserfensters beschränkt. Auch die Reaktionszeit von Zotero hat spürbar von der Überarbeitung profitiert.

Zotero arbeitet mit einer Kombination aus lokaler Literaturdatenbank und zentralem Webserver mit Communityfunktionen. Bisher wurde die lokale Datenbank mit Hilfe einer Firefox-Erweiterung gepflegt und konnte - nach vorhergehender Anmeldung - mit einer zentralen Datenbank auf dem Zotero-Server synchronisiert werden. Um die gespeicherten Literaturquellen in einem Textverarbeitungsprogramm wie Openoffice Writer oder Microsoft Word referenzieren zu können, war die separate Installation von passenden Plugins nötig.

Mit der Installation der neuen Betaversion von Zotero erhält der Nutzer nicht nur das eigenständige Programm. Zugleich werden auch Toolbars für Openoffice Writer und Microsoft Word als Plugins installiert. So sollen sich auf Knopfdruck Literaturverweise aus der Zotero-Datenbank in Texte einbauen lassen.

Im Test hat das unter Windows 7 64-Bit mit Openoffice Writer 3.3 auch funktioniert. Bei Word 2002 wurde zwar die Zotero-Toolbar angezeigt. Der Versuch, einen Literatureintrag einzufügen, blieb allerdings ohne Ergebnis. Auch die Eindeutschung der Menüs ist bei der Beta noch nicht abgeschlossen. Bis zum Erscheinen der finalen Version 3 bleibt für die Zotero-Entwickler also noch einiges zu tun. Nichtsdestotrotz markiert die Beta einen erheblichen Fortschritt.  (rag)


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