Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1108/85972.html    Veröffentlicht: 25.08.2011 09:10    Kurz-URL: https://glm.io/85972

FTTH GmbH

Telekom will eigene Firma für Glasfaseranschlüsse gründen

Die Telekom will FTTH zielgerechter ausbauen und vermarkten und schafft dafür ein neues Unternehmen. Die FTTH GmbH soll dort aktiv werden, wo es in einer Stadt oder in einem Stadtteil genügend Interessenten für Glasfaseranschlüsse gibt.

Die Deutsche Telekom will die Vermarktung und den Ausbau von Fibre To The Home (FTTH) verstärken und gründet dafür ein eigenes Unternehmen. Das berichtet die Financial Times Deutschland unter Berufung auf Unternehmenskreise. Bei der Firma mit dem Projektnamen FTTH GmbH sollen mittelfristig 1.500 Menschen arbeiten.

"2012 wird die Gesellschaft erst einmal einige hundert Mitarbeiter beschäftigen", erklärte ein Telekom-Sprecher der Financial Times Deutschland. Geplant sei, junge Leute für zwei Jahre befristet in den Bereichen Technik und Service einzustellen, die die Telekom nach der Ausbildung sonst nicht übernehmen würde. Damit will sich das Unternehmen auf eine mögliche Steigerung der Nachfrage für FTTH vorbereiten. Nur wenn in einer Stadt oder in einem Stadtteil genügend Vorverträge unterschrieben werden, wird der Konzern den Ausbau angehen.

Bis zum Jahr 2013 könnten für den Glasfaserausbau laut konzerninterner Informationen 1,5 Milliarden Euro eingesetzt werden, jedoch nur wenn sich die Nachfrage positiv entwickelt. Ein landesweiter Ausbau würde rund 40 Milliarden Euro kosten.

Telekom-Chef René Obermann hatte im April 2011 die Zielvorgaben beim FTTH-Ausbau gesenkt. Schuld gab er der Regulierung und der mangelnden Nachfrage durch den Endkunden. In 602.000 Haushalten oder Gebäuden in Deutschland lag Ende 2010 Glasfaser. Doch nur 25 Prozent der Versorgten wollten oder konnten für FTTH/B auch zahlen. Mitte April 2011 hatte der Konzern die Preise für FTTH bekanntgegeben.  (asa)


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