Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1108/85939.html    Veröffentlicht: 24.08.2011 11:16    Kurz-URL: https://glm.io/85939

Todd Bradley

"HPs PC-Sparte ist über 10 Milliarden US-Dollar wert"

Der Chef von HPs PC-Sparte, die der Konzern loswerden will, hat über den Wert des Konzernbereichs gesprochen. Er wollte sich nicht dazu äußern, ob der HP-Konzern ein Übernahmekandidat für Oracle geworden ist.

Die zum Verkauf stehende PC-Sparte von Hewlett-Packard soll weit über zehn Milliarden US-Dollar wert sein. Das sagte Hewlett-Packards Executive Vice President Todd Bradley, der Chef des entsprechenden Konzernbereichs, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Personal Systems Group (PSG), die sich um Notebooks, Desktops und Workstations kümmert, erzielte im letzten Finanzjahr einen Umsatz von 40,7 Milliarden US-Dollar. Der Konzernteil sei "signifikant" mehr wert als ein Viertel seines Umsatzes.

Hewlett-Packards Konzernumsatz betrug in dem Geschäftsjahr 126 Milliarden US-Dollar.

HP will den Bereich verkaufen oder ausgründen. "Wir sind gut positioniert", sagte Bradley. "Es war einfach eine umsichtige unternehmerische Entscheidung", lobte der Spartenchef die umstrittene Umstrukturierung. Seit der Bekanntgabe des Konzernumbaus am 18. August 2011 hat die HP-Aktie 22 Prozent an Wert verloren. Eine ausgegründete HP Personal Systems Group habe Chancen, Marktanteile in Wachstumsbereichen wie Lateinamerika und Asien zu erobern. Auch der Gewinn der PC-Sparte habe sich gut entwickelt und sei gestiegen, sagte Bradley.

Hewlett-Packard-Aufsichtsratschef Ray Lane erklärte, er und Vorstand Leo Apotheker seien in dieser Woche damit beschäftigt, mit Investoren zu sprechen, die an einem Anteilskauf interessiert sein könnten.

Die Konkurrenten Samsung Electronics und Lenovo sollen sich für einen Kauf der HP-Personal Systems Group interessieren. Das berichteten gestern die taiwanische Branchenzeitung Digitimes und Analysten von Ovum und IDC. Bradley wollte sich nicht zu Gerüchten äußern, nach denen Oracle einen Kauf von HP prüft. "Es gehen gerade viele Gerüchte um", sagte er. Auf die Frage der Bloomberg-Journalistin Emily Chang, ob der fallende Börsenkurs HP zu einem Übernahmekandidaten mache, erklärte Bradley: "Das werde ich nicht kommentieren."  (asa)


Verwandte Artikel:
Auftragshersteller: Samsung könnte Übernahme von HPs PC-Sparte vorbereiten   
(23.08.2011, https://glm.io/85905 )
Hewlett Packard: Notebook-Akkus können Feuer fangen   
(05.01.2018, https://glm.io/131984 )
Elitebook 7x5 G5: HP plant Business-Ultrabooks mit Ryzen Pro   
(07.03.2018, https://glm.io/133190 )
PC-Ausstieg: HP und Dell liefern sich Schlagabtausch bei Twitter   
(22.08.2011, https://glm.io/85888 )
Sprocket Plus: HP-Taschendrucker soll Sofortbildkamera ersetzen   
(01.03.2018, https://glm.io/133085 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/